openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Chinesische bewaffnete Polizei geht auf Mönche des Klosters Kirti los

28.09.200821:38 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Chinesische bewaffnete Polizei geht auf Mönche des Klosters Kirti los
Das Kloster Kirti in der TAP Ngaba in Osttibet
Das Kloster Kirti in der TAP Ngaba in Osttibet

(openPR) Free Tibet Campaign, London, freetibet.org, gingen Berichte zu über weitere schwere durch die chinesischen Behörden verübte Menschenrechtsverletzungen in dem Kloster Kirti im Bezirk Ngaba (chin. Aba) in der tibetischen Region Amdo (chin. Provinz Sichuan).



Wie aus einer sehr verläßlichen Quelle aus dem Bezirk Ngaba verlautet, wurden am 24. September bis zu 50 Mönche von der bewaffneten Polizei (PAP) erbarmungslos zusammengeschlagen. Fünf von ihnen mußten sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Behörden halten den Bezirk Ngaba seit März unter strenger Kontrolle. Am 16. März 2008 schossen Augenzeugen zufolge paramilitärische Einheiten auf eine Menge demonstrierender Tibeter und töteten dabei bis zu 30 Personen.

Wie unsere Quelle berichtet, kam es am 24. September in dem etwa zwei km von der Stadt Ngaba entfernten Kloster Kirti wieder zu einem Zwischenfall, nachdem einer der Mönche von der bewaffneten Polizei geschlagen worden war. Dieser Mönch namens Jimpa Ladja hatte das Klostergebäude verlassen, um zur Toilette zu gehen, sich aber nicht aus dem äußeren Umkreis des Klostergeländes entfernt. Das Kloster Kirti ist von paramilitärischen Kräften umringt, die an neun verschiedenen Stellen innerhalb der äußeren Begrenzung des Klosters stationiert sind. In jeder der umzäunten Stationen sind etwa 10-15 Polizisten. Jenseits der Polizeistellungen wurde eine Markierungslinie um das Gelände gezogen, über die sich die Mönche nicht ohne Erlaubnis hinausbewegen dürfen.

Wie unsere Quelle berichtet, wurde Jimpa Ladja bei einer dieser Stellungen von den PAP-Soldaten angehalten, als er zum Klostergebäude zurückging. Diese beschuldigten ihn, den erlaubten Bereich verlassen zu haben, und droschen auf ihn ein, obwohl Ladja wieder und wieder sagte, daß er die äußere Markierung nicht überschritten habe.

Ladja gelang es, einen zu dem Kloster gehörenden Speisesaal zu erreichen. Dort speisten etwa 50 Mönche gerade zu Abend, als der blutende Ladja hereinkam. Er erzählte den Mönchen, daß er geschlagen worden sei, obwohl er das Klostergelände nicht verlassen habe. Daraufhin gingen zwei der Mönche sofort zu der Polizei-Station, die sich nördlich von Kirti befindet, und forderten Auskunft, warum Ladja geschlagen worden sei. Die bewaffneten Volkspolizisten bedrohten jedoch die Mönche, indem sie vor ihren Augen scharf in die Luft und auf den Boden schossen.

Zwei andere Mönche in dem Speisesaal erklärten der bewaffneten Polizei, es sei absurd, daß sie die Mönche bestraften, nur weil sie das Gebäude verlassen, um zur Toilette zu gehen. Sie baten die Polizei, ihre Vorgesetzten anzurufen, um die Angelegenheit zu klären. Einer der Polizisten rief daraufhin an. Kurz danach trafen zwei Lastwagen voller paramilitärischer Kräfte bei dem Kloster ein. Sie waren mit Gewehren, Spaten und sogar Hackbeilen bewaffnet.

Als die Mönche sahen, wie die Soldaten im Begriff waren, sich auf sie zu stürzen, legten sie sich flach auf den Boden und zogen sogar ihre Umhänge aus, um zu beweisen, daß sie unbewaffnet waren. Obwohl sich die Mönche völlig gewaltfrei verhielten, schlugen die Polizisten brutal mit Gewehrkolben, Spaten und sogar mit den Hackmessern auf sie ein. Fünf der Mönche wurden derart übel zugerichtet, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Es sind dies Lama Sotse, Rabgye, Tsang Chopel, Labchoek und Lophel. Vor allem Rabgye und Tsang Chopel erlitten schwere Verletzungen, als sie mit den Spaten und Hackbeilen angegriffen wurden.

Die verletzten Mönche wurden in ein Krankenhaus in die Stadt Ngaba gebracht. Am 26. September befand sich aber nur noch Lama Sotse dort, der Verbleib der anderen vier hospitalisierten Mönche ist unbekannt.
Der Pressesprecher von Free Tibet Campaign, Matt Whitticase, kommentiert hierzu:

„Die chinesische Regierung hat am Donnerstag ein Weißbuch über den Schutz und die Förderung der tibetischen Kultur herausgegeben, in dem erklärt wird, daß die religiöse Überzeugung der Tibeter gesetzlich geschützt sei. Dieser jüngste Akt brutalen Vorgehens der Polizei gegen tibetische Mönche spricht solchen Behauptungen Hohn.

Ein derart gräßliches Verhalten der chinesischen paramilitärischen Kräfte ist Routine in Tibet, und die Lage wird zusätzlich dadurch verschärft, daß die Behörden Reportern nur in sehr beschränktem Maße Zugang zu Tibet gewähren. Die internationale Gemeinschaft muß viel mehr Druck als bisher auf China ausüben, damit Tibet für die Beobachtung durch die Medien und unabhängige Organisationen wie die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz geöffnet wird“.

Die Spannungen zwischen Tibetern und den dortigen Behörden halten seit dem 16. März unvermindert an. Am 10. August berichtete FTC, daß die Anzahl der Truppen im Bezirk Ngaba von etwa 2.000 auf 10.000 erhöht worden sei. Ebenso gibt es glaubwürdige Berichte, daß zwei tibetische Frauen am 9. August in der Stadt Ngaba von chinesischen Soldaten angeschossen und verletzt wurden.
Matt Whitticase von FTC fuhr fort: „Berichte über die schrecklichen Repressionen in Tibet dringen weiterhin zu uns, obwohl die chinesische Regierung alles daran setzt, um ihr grausames Vorgehen gegen die Tibeter durch eine allseitige Nachrichtensperre zu verbergen. Die Behörden müssen unverzüglich eine Untersuchung der Mißhandlung dieser Mönche in Kirti durch die bewaffnete Polizei einleiten und den Verbleib der hospitalisierten Mönche bekanntgeben.“

Kontakt: Matt Whitticase, Tel: +44 (0)20 7324 4605, Mobil: +44 (0)7515 788 456

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 246162
 115

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Chinesische bewaffnete Polizei geht auf Mönche des Klosters Kirti los“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IGFM Muenchen

Bild: Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisierenBild: Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisieren
Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisieren
Wie aus einer tibetischen Quelle im Exil verlautet, forderten die chinesischen Behörden von tibetischen Nomaden in Lithang (Kham), ein Dokument zu unterzeichnen, daß sie sich von ihrem geistlichen Oberhaupt, dem Dalai Lama, sowie dem tibetischen Premierminister im Exil, Lobsang Sangay, lossagen. Der aus Lithang stammende und jetzt in Südindien wohnende Atuk Tseten sagte, die chinesische Polizei habe die Nomaden im Bezirk Lithang in der TAP Kardze, Provinz Sichuan, gezwungen, das Dokument zu unterschreiben und sie bei einer Weigerung mit Sch…
Bild: Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren BrandverletzungenBild: Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren Brandverletzungen
Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren Brandverletzungen
Ein ehemaliger Mönch des Klosters Karma im Bezirk Chamdo, Präfektur Chamdo, TAR, starb am 6. Dezember im Krankenhaus an den Verletzungen, die er davongetragen hatte, als er sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet selbst zu verbrennen versuchte. Der 46jährige Tenzin Phuntsok hatte sich am 1. Dezember in der Gemeinde Karma in Chamdo in Brand gesetzt. Chinesische Polizisten löschten das Feuer und lieferten ihn mit schweren Brandwunden in ein Krankenhaus ein. Aus einer Quelle aus Tibet verlautet: „Tenzin Phuntsog, der sich am…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Chinesische paramilitärische Truppen riegeln das Kloster Kirti ab, 2500 Mönche werden ausgehungertBild: Chinesische paramilitärische Truppen riegeln das Kloster Kirti ab, 2500 Mönche werden ausgehungert
Chinesische paramilitärische Truppen riegeln das Kloster Kirti ab, 2500 Mönche werden ausgehungert
… nachlassende Repression in Tibet selbst verbrannte, verschlimmerte sich die Lage im Kloster Kirti - dem Kloster, dem Phuntsok angehörte - zusehends. Neuesten Mitteilungen zufolge haben chinesische Sicherheitskräfte nun das Kloster abgeriegelt, und ein zusätzliches Kontingent von schätzungsweise 800 Soldaten ist seit dem 9. April zur Verstärkung im Einsatz. Die …
Bild: China startet Verleumdungskampagne gegen die Mönche des Klosters KirtiBild: China startet Verleumdungskampagne gegen die Mönche des Klosters Kirti
China startet Verleumdungskampagne gegen die Mönche des Klosters Kirti
Nachdem vielerorts über den Abtransport von über 300 Mönchen aus dem Kloster Kirti berichtet wurde, gaben die staatlichen chinesischen Medien bekannt, daß die Mönche einer „Kampagne in Moralerziehung“ unterzogen würden. Sie haben es nämlich darauf abgesehen, den Ruf des Klosters Kirti und seiner Mönche zu schädigen. Am 19. April hatte das chinesische …
Bild: Chinesische Polizei schießt auf tibetischen Mönch, der sich in Brand setzte - gespannte Lage im Bezirk NgabaBild: Chinesische Polizei schießt auf tibetischen Mönch, der sich in Brand setzte - gespannte Lage im Bezirk Ngaba
Chinesische Polizei schießt auf tibetischen Mönch, der sich in Brand setzte - gespannte Lage im Bezirk Ngaba
Wie Free Tibet, London berichtet, schossen am 27. Februar chinesische bewaffnete Sicherheitskräfte auf ,einen tibetischen Mönch, der sich aus Protest gegen die religiösen Restriktionen in der unruhigen Gegend Ngaba (chin. Aba) in der Provinz Sichuan selbst angezündet hatte. Free Tibet erfuhr von Augenzeugen, daß der etwa 20jährige tibetische Mönche Tabe …
Bild: Tibetische Mönche in Ngaba protestieren gegen das Verbot des Großen GebetsfestesBild: Tibetische Mönche in Ngaba protestieren gegen das Verbot des Großen Gebetsfestes
Tibetische Mönche in Ngaba protestieren gegen das Verbot des Großen Gebetsfestes
… wieder einmal, wie die staatliche Unterdrückung der Religion die Spannung in Tibet immer mehr aufheizt, was im Widerspruch zu der „echten Stabilität“ steht, von der die chinesische Regierung in Bezug auf Tibet spricht. Die staatlichen chinesischen Medien haben nun bestätigt, daß ein Mönch (von tibetischen Quellen als Tapey genannt) am Nachmittag des 27. …
Bild: Drei Mönche des Klosters Kirti festgenommen - Schikanierung der Mönche des Klosters LutsangBild: Drei Mönche des Klosters Kirti festgenommen - Schikanierung der Mönche des Klosters Lutsang
Drei Mönche des Klosters Kirti festgenommen - Schikanierung der Mönche des Klosters Lutsang
… des Verdachtes der Verbreitung von Flugblättern in der Stadt Ngaba festgenommen wurden. Auf diesen Flugblättern wurde angekündigt, daß vier Tibeter sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet am 10. März, dem 50. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes von 1959, anzünden wollten. Das Kloster Kirti und überhaupt der ganze Bezirk Ngaba …
Bild: Zwei weitere gelehrte Mönche des Klosters Kirti in Osttibet verhaftetBild: Zwei weitere gelehrte Mönche des Klosters Kirti in Osttibet verhaftet
Zwei weitere gelehrte Mönche des Klosters Kirti in Osttibet verhaftet
Traditionelles Fest unter Zwang begangen Es hat sich inzwischen bestätigt, daß die chinesische Polizei zwei weitere gelehrte Mönche, Gyatso und Lobsang Gendun, aus dem Kloster Kirti in der TAP Ngaba, Provinz Sichuan, festnahm. Wie von dort verlautet, holte die Polizei den Mönch Gyatso am 21. November aus seinem Zimmer und führte ihn ab. Der etwa 42jährige …
Bild: Große Sorge wegen Belagerung des Klosters Kirti in der Tibetisch-Autonomen Präfektur NgabaBild: Große Sorge wegen Belagerung des Klosters Kirti in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Ngaba
Große Sorge wegen Belagerung des Klosters Kirti in der Tibetisch-Autonomen Präfektur Ngaba
Rinpoche aus dem Exil richtet verzweifelten Appell an die chinesische Regierung Die Tibetische Regierung-im-Exil fordert ein Ende der Belagerung des großen Klosters Kirti in der Provinz Sichuan, welche als die Reaktion der Behörden auf den Tod eines Mönchs durch Selbstverbrennung vor einem Monat gesehen wird. „Die chinesische Regierung sollte endlich …
Bild: Zahl der Tibeter, die durch Selbstverbrennung starben, auf 24 gestiegenBild: Zahl der Tibeter, die durch Selbstverbrennung starben, auf 24 gestiegen
Zahl der Tibeter, die durch Selbstverbrennung starben, auf 24 gestiegen
… eingeäschert. Die zwei Mönche des Klosters Tsodun verbrannten sich in Barkham, dem Verwaltungssitz der Autonomen Präfektur Ngaba der Tibeter und Qiang und der Bezirksverwaltung von Barkham. Chinesische Sicherheitskräfte löschten das Feuer und brachten die Mönche unter strenger Bewachung in ein staatliches Krankenhaus in der Nähe. Ihr Zustand blieb bis etwa 21 Uhr …
Bild: Neue Sicherheitskräfte im Kloster Kirti in Osttibet - Lhasa unter MilitärkontrolleBild: Neue Sicherheitskräfte im Kloster Kirti in Osttibet - Lhasa unter Militärkontrolle
Neue Sicherheitskräfte im Kloster Kirti in Osttibet - Lhasa unter Militärkontrolle
Wie aus tibetischen Exilquellen verlautet, entsandte die chinesische Regierung erneut größere Kontingente bewaffneter Sicherheitskräfte in die Gegend des Klosters Kirti. Am Wochenende anläßlich eines wichtigen Datums im tibetischen Kalender hatten die Mönche nämlich eine große Gebetszeremonie abgehalten, teilte Kanyag Tsering, der Sprecher des Exilklosters …
Tibetische Mönche nach Selbstmordversuch in kritischem Zustand
Tibetische Mönche nach Selbstmordversuch in kritischem Zustand
Kathmandu - Zwei tibetische buddhistische Mönche sind in kritischem Zustand, nachdem sie sich im Zuge wachsender antichinesischer Proteste in Lhasa mit Messerstichen in Brust und Handgelenke selbst verletzten. Wie der Tibetische Dienst von Radio Free Asia, rfa.org, heute aus zuverlässiger Quelle erfuhr, wurden zwei Mönche des Klosters Drepung am Stadtrand …
Sie lesen gerade: Chinesische bewaffnete Polizei geht auf Mönche des Klosters Kirti los