(openPR) BERLIN. Zu dem Ergebnis der Präsidentenwahlen in Mazedonien erklärt der Südosteuropaexperte der FDP-Fraktion, Dr. Rainer :
Die Chancen für Mazedonien, den Weg nach Europa konsequent weiter zu gehen, sind durch den Wahlgang gestärkt worden. Trotz des Wahlboykotts einiger Parteien hat die Mehrheit der Mazedonier in einer demokratischen Wahl ein neues Staatsoberhaupt gewählt.
Die Aufgaben der Staatsführung sind weiterhin sehr groß. Präsident Crvenkovski sollte den Weg seines verunglückten Vorgängers konsequent weitergehen. Dazu gehört die weitere Annäherung zwischen Mazedoniern slawischer und albanischer Abstammung. Dafür gibt es ermutigende Anzeichen, da die Wahl im zweiten Wahlgang nicht entlang der ethnischen Trennungslinien verlaufen ist, sondern auch die albanische Demokratische Union Ostrenis den neuen Präsidenten unterstützt hat. Die geplante Berufung eines albanisch-stämmigen Vizepräsidenten ist dafür ein weiteres Zeichen.
Die bekannten Probleme der Kriminalität und der Korruption stellen weitere große Herausforderungen dar. Mazedonien ist trotz aller Fortschritte neben Albanien immer noch Zentrum von Menschen-, Drogen- und Waffenhandel. Die gesellschaftliche Entwicklung ist ohne eine deutlich verbesserte Wirtschaftssituation nicht denkbar.
Allein wird Mazedonien diese Probleme nicht lösen können. Die Europäische Union muss Mazedonien auch weiterhin zur Seite stehen und die Annäherung des Landes an die EU vorantreiben. Die bereits bestehenden Hilfsmaßnahmen für Mazedonien sind auf ihre Effizienz hin zu überprüfen und gegebenenfalls besser einzusetzen.









