(openPR) Lehman Brothers dominiert die Negativschlagzeilen nicht nur der Wirtschaftsnachrichten. Zahlreiche Anleger fürchten, einen Großteil ihres eingesetzten Vermögens verloren zu haben.
Die Anlageform der „Zertifikate“ ist dabei in aller Munde. Vielen Anlegern wird jetzt erst klar, dass sie – je nach Zertifikatsbedingungen – mit ihrem Ersparten an wenig mehr teilgenommen haben, als an einer im Kleingedruckten verpackten Wette.
Zudem realisieren die Anleger erst heute, dass man ihnen zwar „Kapitalschutz“ oder „Kapitalgarantie“ versprochen hat, dies aber im Ernstfall keinen Einlagensicherungsfonds oder sonst eine externe Risikoversicherung bedeuten muss. Es war vielen Investoren nicht transparent, dass ein solches Versprechen im Extremfall einer Insolvenz ein leeres Versprechen sein kann.
Es ist noch zu früh, echte Verdächtigungen zu äußern. Sicher ist allerdings, dass die Art und Weise wie Anlegern die Zertifikate beim Kauf in der Vertriebspraxis durch Banken und Finanzdienstleister erläutert worden sind, einer Überprüfung bedarf.
Eine Bestandsaufnahme versucht insofern Zertifikatsschaden.de. Die Webseite bietet enttäuschten Zertifikats-Anlegern eine Plattform, um ein gemeinsames Vorgehen gegen Zertifikate-Anbieter zu prüfen. Zertifikatsschaden.de ist eine Initiative der Sabeta Factoring (sabeta.de). Das Inkassounternehmen wird spezialisiert tätig im Bereich des Factoring und der Poolbildung in Fällen komplexer, aber gleichartiger Schäden von Verbrauchern und Unternehmen (Kartelle, Insolvenzen, Kapitalanlagen).
Rechtsanwalt Robert Nentwich von der G&P Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Nürnberg untersucht für Sabeta Factoring den Fall Lehman Brothers: „In den meisten Kapitalanlagehaftungsfällen wissen Anleger erst in höheren Instanzen, ob sich die Rechtsverfolgung für sie lohnt. Das Gesetz über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten hat zwar Erleichterungen gebracht. Aber die Möglichkeit, sich Anspruchstellerpools oder Prozessfinanzierungslösungen anschließen zu können, ist für viele Anleger oft wirtschaftlich wichtigste Vorfrage.“










