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Stammzellen als Alternativen zu Tierversuchen

17.09.200814:13 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Podiumsdiskussion über wissenschaftliche und ethische Fragen zu embryonalen und adulten Stammzellen

Linz: Von kommenden Freitag bis Sonntag, 19.-21. September 2008, findet an der Universität Linz der 15. Kongress über Alternativen zu Tierversuchen statt. Gleich am ersten Tag steht das umstrittene Thema der Stammzellen am Programm.



In einer Podiumsdiskussion stellen Wissenschaftler die Frage nach der ethischen Zulässigkeit der Forschung an embryonalen Stammzellen im Vergleich zu adulten Stammzellen. Beleuchtet werden auch die biologischen Unterschiede der beiden Stammzellpopulationen. „Ein weiteres wichtiges Thema ist auch der mögliche Einsatz von embryonalen Stammzell-Linien der Maus als Alternative zu Versuchen an trächtigen Tieren.“ so Univ.-Prof. Dr. Gerhard Gstraunthaler, Zellphysiologe an der Medizinischen Universität Innsbruck und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates von zet – Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen, das den Kongress veranstaltet.

Die Quelle für embryonale Stammzellen sind befruchtete Eizellen, die entweder aus der Maus oder vom Menschen stammen. Ethisch umstritten und in Österreich verboten ist die Gewinnung humaner embryonaler Stammzellen, da dabei die Embryonen zerstört werden. Man spricht von einer so genannten „verbrauchenden Embryonenforschung“. Im Gegensatz dazu kommen adulte Stammzellen in nahezu jedem Gewebe eines erwachsenen Organismus vor. Sie dienen dem Wachstum und der ständigen Regeneration von Gewebe und Organen. „Humane adulte Stammzellen können ethisch unbedenklich aus Geweben oder Körperflüssigkeiten, wie Blut oder Knochenmark, aber auch aus Material, welches bis vor kurzem noch als „medizinischer Abfall“ galt, gewonnen werden: zum Beispiel aus abgesaugtem Körperfett, Nabelschnurblut oder ausgefallenen Milchzähnen.“ so Gstraunthaler weiter.

Von verschiedenen Forschergruppen wurden in die therapeutische Anwendung embryonaler Stammzellen große Hoffnungen gesetzt und in der Bevölkerung Erwartungen geweckt. „Dieser fast schon künstlich herbei geredete Enthusiasmus konnte jedoch bislang nicht erfüllt werden.“ kritisiert Gstraunthaler. Die therapeutische Anwendung adulter Stammzellen hingegen ist seit 40 Jahren klinische Praxis, wie das Beispiel von Knochenmarkstransplantationen zeigt.

Hochkarätig besetztes Podium
Die Podiumsdiskussion wird von Franz Gruber, Doerenkamp-Zbinden Stiftung, Zürich, geleitet. Mit ihm diskutieren Susanne Bremer, Stammzellexpertin bei ECVAM, dem European Centre for the Validation of Alternative Methods der Europäischen Kommission in Ispra, Italien, Donald Bruce, Bioethiker aus Edinburgh, Gerhard Gstraunthaler, Zellphysiologe an der Medizinischen Universität Innsbruck, Suzanne Kadereit, Stammzellforscherin, Singapore Stem Cell Consortium, jetzt an der Universität Konstanz, und Horst Spielmann, emeritierter Direktor von ZEBET, der Zentralstelle zur Erfassung und Bewertung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch, Berlin, der den ersten validierten Stammzell-Test der Maus entwickelt hat.

Über zet

zet – Zentrum für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen setzt sich seit Jahren für die Entwicklung von Alternativmethoden zu Tierversuchen ein. zet betreibt mit dem zet - Life Science Laboratorium ein eigenes Forschungslabor zur Entwicklung von Alternativmethoden.

Rückfragehinweis: Helmut Appl MSc, mobil: +43 (0)676 4104712, mail: E-Mail, web: www.zet.or.at

Für Journalisten ist der Besuch des Kongresses und der Podiumsdiskussion frei. Die Podiumsdiskussion beginnt am Freitag, 19.09.2008 um 15.10 Uhr an der Universität Linz, Altenberger Str. 69, 4040 Linz, Uni-Center, 1.Stock.

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