(openPR) Forscher der Fakultät für Maschinenwesen an der Technischen Universität Dresden bringen ihre Ideen und Konzepte zur Verbesserung des Leichtbaus aktiv in die Wirtschaft ein. Ein Workshop zum Thema lässt auch Unternehmen an den Erkenntnissen teilhaben.
Der Weg von der Idee zum Produkt ist lang. Neue Technologien scheitern oft daran, dass mögliche Anwender sie nicht kennen oder Forscher „am Markt vorbei“ entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung rief daher die Initiative ForMaT, „Forschung für den Markt im Team“ ins Leben, um Forschungsergebnisse marktgerecht umzusetzen.
Die TU Dresden beteiligt sich daran u.a. mit Forschungsideen zum Leichtbau, welcher bekanntlich in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat (Beispiel „Dreamliner“ von Boeing). Im Mittelpunkt des Dresdner Projektes stehen Faserverbundbauteile aus gepressten Textilien, die durch Glasfasern hochbelastbar sind (Hybridgarn-Textil-Thermoplaste).
Das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik an der Technischen Universität Dresden entwickelt derzeit hoch leistungsfähige Kunststoffe. Um diese in die gewünschte Form zu bringen, unterstützen die Institute für Formgebende Fertigungstechnik, für Oberflächen- und Fertigungstechnik und für Werkzeugmaschinen und Steuerungstechnik diese Entwicklung mit weiteren Lösungen. Ziel des Gemeinschaftsprojektes ist es, diese Ideen in marktfähige Produkte umzusetzen und den Leichtbau somit noch robuster, umweltschonender und wirtschaftlicher zu gestalten.
Um den Markt dabei nicht aus den Augen zu verlieren, gilt es zunächst das Potenzial der Innovationen herauszufinden und mögliche Anwender vorab anzusprechen. Hilfe bei dieser Marktanalyse erhalten die Forscher dabei vom Lehrstuhl für Marketing. In qualitativen Interviews wurden zunächst die Vorstellungen von Anwendern in der Praxis erfasst, um anschließend in einer deutschlandweiten Befragung genaue Anforderungen an die Technologien zu ermitteln.
Sowohl das im Forschungsprozess verbesserte Material als auch der optimierte Produktionsablauf bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für unterschiedliche Branchen: Automobilzulieferer und Ausstatter für Luft- und Raumfahrt könnten neue Ansätze für Bauteile realisieren, deren Herstellung bisher zu teuer oder nicht umsetzbar war, Anlagen- und Maschinenbauer könnten Einblicke in neue Handlingsysteme, Presstechnologien, Schneidverfahren und Werkzeugkonzepte erhalten und Produzenten technischer Textilien könnten zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten kennenlernen.
Die ersten gewonnen Erkenntnisse aus Interviews mit Unternehmensvertretern und Online-Befragungen zu den einzelnen Verwertungsideen liegen jetzt vor. Deshalb veranstaltet die TU Dresden in Kooperation mit der IHK Dresden einen Workshop, bei dem neben Hintergrundinformationen zu den einzelnen Ideen und der Prozesskette erste Ergebnisse der Interviews und Befragungen präsentiert und diskutiert werden. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, sich mit Experten und Unternehmensvertretern auszutauschen und so gemeinsam mit den Forschern das Projekt zu gestalten.
Bei Interesse an der Teilnahme können sich interessierte Unternehmen unverbindlich bei Herrn Thomas Niemand (E-Mail:
Workshop des ForMaT-Projekts für Faserverbundwerkstoffe:
18. September 2008, 16.00 – 19.00 Uhr
IHK-Bildungszentrum Dresden gGmbH, Mügelner Str. 40, 01237 Dresden
Unter der folgenden Adresse können Sie sich gern bereits im Voraus über das Projekt informieren:
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_maschinenwesen/prozed/forschung/projektformat















