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Bedrohlicher Versorgungsengpass in der Nuklearmedizin

03.09.200817:30 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) In Deutschland ist es zu einem schwerwiegenden Engpass bei der Versorgung mit radioaktiven Arzneimitteln (Radionuklide) gekommen, die dringend zur Therapie und Diagnostik von Patienten mit Krebs-, Schilddrüsen- und Herzerkrankungen benötigt werden.

Die Ursache liegt darin, dass von den weltweit fünf Reaktoren, die im Wesentlichen für die Produktion wichtiger Ausgangsisotope für die Medizin zuständig sind, derzeit vier ausgefallen sind. Dadurch können für ca. drei bis vier Wochen nicht mehr alle nuklearmedizinischen Kliniken und Praxen ihre Patienten gleichermaßen versorgen. Es betrifft in erster Linie Molybdän 99, das in Technetium 99m zerfällt, ein Isotop mit einer Halbwertzeit von nur sechs Stunden, das in der Szintigrafie eingesetzt wird, weshalb die Nuklearmedizin auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen ist.

Der Geschäftsführer des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner (BDN) Manfred Gaillard hat einen Notfallplan entwickelt, damit in jedem dringenden, d.h. unaufschiebbarem Fall geholfen werden kann. Betroffene Patienten und überweisende Ärzte finden im Internet unter www.notfallplan.nuklearmedizin-life.de ein einfach zu-gängliches Portal, über das nach Postleitzahlen regionale nuklearmedizinische Institutionen gezielt aufgesucht werden können mit präzisen Angaben zur aktuellen Ver-fügbarkeit von nuklearmedizinischer Therapie und Diagnostik.

Dennoch sieht Prof. Jörg Mahlstedt, Vorsitzender des BDN, in diesem bedrohlichen Zwischenfall ein grundsätzliches Problem: „Ein derartiges Planungsdefizit muss für die Gesundheitspolitik einer wichtigen Industrienation ein Anlass sein, eigene von anderen Nationen unabhängige Versorgungskonzepte anzustreben und zu realisieren“, fordert er.

Der BDN hat zwischenzeitlich alle Nuklearmediziner in Deutschland und die Kassenärztliche Bundesvereinigung informiert, dass die flächendeckende Versorgung der Patienten mit nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie akut gefährdet ist.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Prof. Jörg Mahlstedt, Vorsitzender des BDN: Tel.: 0173 – 5246447
Manfred Gaillard, Geschäftsführer des BDN: Tel.: 0170 – 5253042

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