(openPR) SPD und FDP fordern: Ruhrtalstraße im Investitionsplan aufnehmen!
Genau ein Jahr vor der Kommunalwahl kündigt die Verwaltung einen Investitionsplan bis 2012 an. Rund 22,5 Mio. Euro sollen demnach in die Essener Sportstätten fließen. Hauptaugenmerk: die Schaffung neuer Kunstrasenplätze und Laufbahnen. Jetzt liegen die konkreten Planungen auf dem Tisch. Nicht darunter zu finden ist die Ruhrtalstraße in Kettwig.
„Unverständlich und sachlich nicht nachvollziehbar“, sind sich die Vorsitzenden von SPD, Jöran Steinsiek und sein Stellvertreter Harald Neef, sowie FDP-Chef Andreas Geyer einig. Gleichzeitig legen sie handfeste Fakten und Argumente auf den Tisch.
„Der Schulsport ist komplett ausgeklammert“, bemängelt SPD-Ratsherr Jöran Steinsiek die Planungen. Steinsiek: „Allein auf der Sportanlage an der Ruhrtalstraße sind im Jahr über 300 Schulstunden angesetzt, damit liegt Kettwig unter den vier meist frequentierten Schulsportanlagen“. Gemeinsam mit Andreas Geyer von der FDP verweist er auf Zahlenmaterial aus der Verwaltung. Vergleichsweise stark nutzen auch die ansässigen Sportvereine die Platzanlage an der Ruhrtalstraße. Allein der beheimatete Fußballclub FSV-Kettwig kann auf rund 20 Jugendmannschaften verweisen. Auch von Leichtathen wird der Kettwiger Sportplatz gern genutzt. Allein die Vereine LAC, Lauftreff und der TVK weisen auf rund 600 Mitglieder. Und das trotz sehr bescheidener Platzbedingungen. Mehrfach wurden hier, von den Sportlern initiiert, Verbesserungen angegangen.
So wurde durch Spendensammlungen zum Beispiel eine neue Sprunganlage geschaffen und ein Teilstück der Laufbahn ist mittlerweile mit einer Tartanbahn überzogen. „Engagement, dass nicht ignoriert werden darf“, betont SPD-Bezirksvertreter Harald Neef. Auch Andreas Geyer von der FDP hält eine Rundlaufbahn als Investition an dieser Stelle für sinnvoller. Gemeinsam favorisieren die Sozialdemokraten und die Liberalen vor Ort eine Rundlaufbahn in Kettwig. Steinsiek: „Mit Blick auf die Nutzungszahlen wäre Kettwig der richtige Standort für die Leichtathletik, zudem würde auch die obere Platzanlage endlich mit einem Kunstrasen für den Fußball überzogen“.
Verändern wollen Geyer, Neef und Steinsiek hingegen die Planungen im Werdener Löwental. Hier plant die Verwaltung die Schaffung einer Rundlaufbahn und eines Kunstrasenplatzes. Dadurch soll mittelfristig der Fussballverein SC Werden-Heidhausen vom Volkswald in das Löwental umziehen.
Durch die Schaffung einer Rundlaufbahn würde dort auch ein neuer Standort für die Leichtathletik geschaffen. Geyer: „Angesichts der Nutzerzahlen ist es nicht plausibel. Schließlich weist der Werdener Turnierbund nur 196 Mitglieder auf, aus Kettwig müßten aber rund 600 Aktive den Weg nach Werden antreten“. Auch Jöran Steinsiek hält eine Investition für eine Rundlaufbahn in Kettwig für deutlich sinnvoller. Steinsiek: „Zumal ja nach den Planung je ein Nutzer eine Strecke mit der S-Bahn zurücklegen muß. Warum dann nicht der deutlich kleinere Teil?“
Für die Fußballer in Werden müßte zudem eine neue, zweite Platzanlage im Löwental entstehen, will man alle Mannschaften dort künftig beheimaten. Hier schlagen Geyer, Neef und Steinsiek eine Drehung der künftigen Spielflächen um 90 Grad auf der jetzigen Anlage vor. So könnten, ohne eine kostenintensive Gesamtunterbauung, zwei Plätze nebeneinander neu entstehen. Hingegen müßte in Kettwig, schon aufgrund einer kompletten neuen Laufbahn, ein Kunstrasenplatz entstehen. Geyer: „Asche und Tartan vertragen sich eben nicht“. Daneben sind Investitionen in die Kettwiger Sportanlage auch für die beheimateten Vereine eine langfristige Existenzfrage: „Die Spielfläche oder die Laufbahn ist für die Wahl des Vereins bei Jugendlichen immer häufiger entscheidend“, sieht Steinsiek in Kettwig für die Zukunft Handlungsbedarf.
Mehr dazu unter: www.spd-kettwig.de















