(openPR) BERLIN. Zum heute bekannt gewordenen Kauf von 90 Prozent der Anteile an der Frankfurter Rundschau durch die SPD-eigene Beteiligungsgesellschaft DDVG erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Joachim :
Mit großem Bedauern nimmt die FDP zur Kenntnis, dass die Frankfurter Rundschau sich gegen die Übernahme durch einen unabhängigen Investor und für eine Übernahme durch die SPD-eigene Beteiligungsgesellschaft DDVG entschieden hat.
Mit diesem Schritt hat die Frankfurter Rundschau ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit verloren. Es besteht die Gefahr, dass die traditionsreiche Zeitung auch ihre inhaltliche Unabhängigkeit verliert. Die SPD, namentlich Frau Inge Wettig-Danielmeier, kann aufgrund der Eigentumsverhältnisse jetzt allein über die Besetzung von Chefredaktion und Geschäftsführung entscheiden. Welcher Chefredakteur kann in einem solchen Abhängigkeitsverhältnis noch frei und unabhängig kommentieren und die Ausrichtung seines Blattes bestimmen?
Nach diesem Verlust der Eigenständigkeit steht die FR unter der besonderen Beobachtung der Öffentlichkeit und ihrer Leser. Die Redakteure tragen die große Verantwortung, auch weiterhin kritisch und unabhängig zu berichten. Wenn dies nicht gelingt, verlöre diese wichtige Zeitung ihre Glaubwürdigkeit und damit ihre Existenzgrundlage.











