(openPR) Anhand von Autoantikörpern lassen sich Autoimmunerkrankungen bereits Monate oder Jahre vor einer Manifestation diagnostizieren - und u.U. behandeln. Dennoch findet eine derartige Risikodiagnostik und Vorsorgemedizin auch bei Kindern aus belasteten Familien nur ausnahmsweise statt. Damit werden u.U. wertvolle Therapiechancen vertan, kritisiert der Immunologe Dr. Karsten Conrad (TU Dresden).
Bei einer frühzeitigen Diagnostik "können die Prognose der Erkrankungsentwicklung und die Lebensqualität der Betroffenen wesentlich verbessert werden, wie am Beispiel der Therapie der frühen rheumatoiden Arthritis eindrucksvoll gezeigt wurde.
Lebensbedrohliche Manifestationen wie Addison-Krise und Thyreotoxikose können verhindert werden. Mit einer konsequenten Frühtherapie sind auch Heilungschancen nicht ganz ausgeschlossen.
Bei einer Kortikosteroid-behandelten Patientin mit Morbus Basedow, aktiver Ophthalmopathie und subklinischem Morbus Addison verschwanden die Nebennierenrindenantikörper bei gleichzeitiger Normalisierung der adrenokortikalen Funktionen. ..."
Conrad empfiehlt, Kinder aus Risikofamilien rechtzeitig auf Autoantikörper zu testen und klinische Symptome zu beobachten. Details berichten der Immunologe und Kollegen in zwei Taschenbüchern:
M. Borte, K. Conrad, V. Schuster, U. Sack (Hrsg.):
Pathogenese, Diagnostik und Therapie immunologischer Erkrankungen im Kindesaltern
168 Seiten, ISBN 978-3-89967-365-4, Pabst, 2007
U. Sack, K. Conrad (Hrsg.):
Immundiagnostische Aspekte der Pädiatrie
136 Seiten, ISBN 978-3-89967-145-2, Pabst 2004









