(openPR) Eröffnung: Freitag, 15. August 2008, 19 – 22 Uhr
Ausstellung: 16. August – 13. September 2008
Di – Sa 12 – 18 Uhr
Hodori, geboren 1974 als Yong-Ho Cha in Hap-Chon, Südkorea, lebt und arbeitet als Maler in Berlin.
Nachdem sich Hodori an der Daegu Arts Universtity in Korea mit der Malerei beschäftigte, studierte er in Europa bei Meistern wie A.R. Penck und Daniel Richter und erlernte die westliche Maltradition.
Nach den erfolgreichen Ausstellungen seiner Gemälde, werden das erste Mal mit einem Solokonzept seine Collagen – die neuesten Arbeiten auf Papier und Leinwand gezeigt.
Präsentierte Arbeiten lassen sich der Genre Collagen-Malerei zuweisen. Der Künstler trennt hier nicht zwischen westlicher und koreanischer Tradition. Die Bildthemen stammen aus seiner gesellschaftlichen Umgebung, Erinnerungen und Geschichte, zu dieser heute die beiden Traditionen gehören. Der Künstlername besteht aus zwei Worten: „Ho“ (Tiger) und „dori“, als Bezeichnung für kleine Jungen in Korea. Diese Zusammensetzung „Hodori“ (Junger Tiger) symbolisiert in der koreanischen Tradition die Freundlichkeit und Offenheit.
Die neuen Arbeiten Hodoris visualisieren eine Gratwanderung des künstlerischen Konzeptes: Zeitungsausschnitte, Fotografien, alltägliche Werbemotive und visuelle Symbole ersetzen die bisherigen Traumfiguren und Landschaften. Die einzelnen Elemente werden aus ihren ursprünglichen Kontexten ausgenommen und durch Entfremdung zu einem neuen Ganzen in Hodoris Werk zusammengefügt. Der Künstler setzt mehrere Bild- und Zeitschichten übereinander, übermalt sie mit Kreide, Kohle, Acryl oder Öl und erzielt somit eine Form der komplexen Verdichtungen an der Bildoberfläche, die die zuerst angelegten Motive nur noch erahnen lässt. Gesichter werden überwie-
gend durch leere einfarbige ovale Flächen ersetzt. Diese Leere bedeutet jedoch nicht einen Verlust menschlicher Persönlichkeit und Geschichte, welche durch ihre Umgebung aufgebaut werden.
Die Bilder verweisen auf eine neue Sphäre, in der sich Hodori mit seinen neuen Arbeiten bewegt.
Es sind nicht mehr die Traumbilder, die sich unserer Logik entziehen und zum Dekorativen neigen, sondern miteinander verwobene Realitäten und Geschichten.
Der Künstler ist während der Eröffnung am 15. August 2008 anwesend.











