(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nach der Veröffentlichung der US-Bestandsdaten entwickelte sich ein kräftiger Auftrieb bei den Rohöl- und Heizölnotierungen. Treibende Kräfte waren jeweils die Bestandszahlen, die deutlich unter den Erwartungen lagen, während die Benzin-Bestände erheblich höher waren. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte die Prognose einer Hitzwelle für die nächsten 2 Wochen für den Osten der USA, die Gaspreise hochschnellen ließ und den Heizöl-Anstieg verstärkte. Der Bestandsrückgang bei Rohöl führte zum niedrigsten Niveau seit Januar und die aktuelle Mindermenge im Vergleich zum Vorjahr ist die niedrigste seit März 2003. Vor diesem Hintergrund wirkte die technische Konstellation mit ihrer Neigung zum Aufwärtstest zusätzlich preistreibend.
Nach der Preisrallye vom Vortag als Reaktion auf die erneut gefallenen US-Rohölbestände, die nun sogar unter der magischen Grenze von 300 Millionen Barrel liegen, und den schwachen Dollar , zeigen sich die Öl-Kontrakte heute früh mit neuen Rekordhochs, aufgrund der weiterhin angespannten Lage im Nahen Osten sowie durch Käufe spekulativer Fonds, die weiter auf eine knappe angespannte Versorgungslage setzen.
Bei gutem Umsatz strebten die Preise an den Börsen dann auf breiter Front weiter nach oben, markierten immer neue Allzeithochs und testen die weiteren Aufwärtsspielräume. Nach Anstieg bis zum späten Mittag und dem Erreichen neuer Rekord-Hochs zeigten sich die Kontrakte kurzzeitig etwas nachgiebig. Gründe waren hier zum Teil technische Korrekturen an den Schlüsselwiderständen und die zunehmend gestellte Frage, inwieweit das Preisniveau überhaupt noch der fundamentalen Situation entspricht. Außerdem gibt es Gewinnmitnahmen im Tagesgeschäft bevor der NYMEX-Parketthandel beginnt und es gibt Positionsmanöver vor dem US-Feiertag am Freitag (Independence Day). Ferner betonte der saudische Ölminister, die Förderung des Landes werde steigen und 9.7 Millionen Barrel im Juli ereichen.
Die deutschen Heizölpreise reagierten heute heftig auf den Rohölpreisanstieg. Der durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau erfasste Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., sprang mit einem kräftigen Satz gegenüber Vortag in Höhe von 1,91 Euro und landete bei 97,22 Euro pro 100 Liter. Dieses Preisniveau entspricht gleichzeitig ein neues Jahres- und Allzeithoch. Zuletzt hatten die Bezugskosten die 97 Euromarke Mitte Juni gestreift.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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