(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nachdem die Rohölnotierungen am Freitagabend überraschend ein neues Rekordhoch nur knapp unter 117 Dollar pro Barrel erreichten, gab es heute in den Morgenstunden kaum Bewegung am Markt. Die Notierungen zeigten sich wenig verändert um die Vortagesschlusswerte und der Markt wartete auf frische Impulse.
Vor allem an der ICE in London erfolgte dann am Vormittag ein sprunghafter Anstieg. Der anhaltend schwache Dollar und politische Unsicherheiten veranlassten Investoren weiter in Öl- Assets anzulegen, so OMR. Auslöser war heute Morgen eine Meldung, wonach Großbritanniens Banken Kredite in Höhe von 100 Milliarden USD erhalten sollen, um den auch in Großbritannien angeschlagenen Markt zu stützen. Zugleich hat sich die Lage zwischen dem Iran und den USA weiter verschärft. US Kreditgeber dürfen nun nicht mehr mit dem Iran ins Geschäft kommen. Aus OPEC-Kreisen lies man außerdem verlauten, dass eine Erhöhung der Förderquote auch weiterhin nicht in Erwägung gezogen werde, da genügend Öl im Markt sei.
Am Nachmittag beruhigte sich der Markt wieder und die Preise notierten wieder in der Nähe unterhalb der Vortageswerte. Die Weltbank und die in Paris ansässige Internationale Energieagentur (IEA) sind beide der Ansicht, dass der aktuelle Ölpreis zu hoch und damit schädlich für das Weltwirtschaftswachstum sei, was zum Teil auch deswegen von 4,1 % auf 3,9% nach unten revidiert wurde. Die OPEC verweist in diesem Zusammenhang auf den Werteverfall des USD, was einen Teil des Ölpreisanstiegs in Ländern mit anderen Währungen ausgeglichen hat. Die Absätze in den Schlüsselländern liegen immer noch unter den Erwartungen, was wohl zum großen Teil an den hohen Preisen liegt.
Starke Auswirkungen hatte diese Börsenentwicklung heute auch auf den bundesdeutschen Heizölpreis. Dieser bewegte sich in der täglichen Heizölpreiserfassung von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau wieder einmal deutlich nach oben. Mit einem Plus gegenüber Freitag in Höhe von durchschnittlich 0,85 Euro pro 100 Liter näherte sich Durchschnittspreis der Marke von 82,00 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL). Die Woche beginnt also wieder einmal mit einem neuen Jahres- und Allzeithoch.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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