(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Aufgrund einer rückläufigen Preisentwicklung an den Rohölmärkten konnte sich der Heizölpreis in der Bundesrepublik vor dem Wochenende weiter stabilisieren.
In den Morgenstunden zeigten sich die Notierungen allerdings noch wenig verändert um die Vortagesschlusswerte. Die Marktteilnehmer warteten auf Impulse und beobachteten den Dollar. Vor Mittag setzte dann eine Abwärtstestneigung ein und nach kurzen Schwankungen gaben die Preise nach. Dämpfend wirkten neben den fortgesetzten Rezessionssorgen in den USA auch die hohen Verluste des chinesischen Aktienmarktes. Chinas Ölgigant „PetroChina" soll aufgrund hoher Öleinkaufspreise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sein. Auch die US Rohölnachfrage ist im März gegenüber dem Vorjahr um 0.8% gefallen. Hintergrund ist die Kauf - Zurückhaltung der Konsumenten was zum Teil mit der Kreditkrise in Zusammenhang gebracht wird. Der Ölpreiskomplex wird aber vorerst noch durch den schwachen Dollarkurs getragen.
Am frühen Nachmittag gewann die Entwicklung zunehmend an Fahrt und die Preise fielen steil abwärts. Hauptgrund ist der zunehmend stärkere Dollar, zu dem die Ölpreise im Gegentakt an Wert verloren. Der nicht so hoch wie ursprünglich angenommene Verlust der Citigroup in Q1 beflügelte den Markt und ließ neue Hoffnungen keimen, dass die Hypothekenkrise vielleicht doch schon bald überwunden sein könnte. Preisdämpfend wirkten außerdem die technische Abwärtskorrekturbereitschaft sowie Vorhersagen wärmeren Wetters und verstärkt die Sorge, dass sich auch in China nach dem Einbruch des Aktienmarktes das Wirtschaftswachstum verlangsamen könnte.
Bis zum Redaktionsschluss sanken die Notierungen bereits über 2,00 Dollar pro Barrel gegenüber Vortag in Richtung der 112 Dollar pro Barrel-Marke. Zuletzt erreichten die Notierungen ein neues Rekordhoch am Donnerstag bei zeitweise über 115,50 Dollar pro Barrel.
Positive Auswirkungen hatte diese Börsenentwicklung, wie schon am Vortag, auf den bundesdeutschen Heizölpreis. Dieser bewegte sich, wenn auch in kleinen Schritten, in der täglichen Heizölpreiserfassung von Brennstoffspiegel und mineralölrundschau langsam aber sicher abwärts. Mit einem Minus zum Vortag in Höhe von rund 0,20 Euro pro 100 Liter näherte sich Durchschnittspreis der Marke von 81,00 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL). Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass die Preise bis zum Mittwoch zunächst auf ein neues Allzeithoch von 81,58 Euro pro 100 Liter kletterten.
Das Gesamtniveau ist also weiterhin sehr hochpreisig; im Vierwochenvergleich stiegen die Preise um mehr als 5,00 Euro pro 100 Liter an.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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