(openPR) Berlin/Sankt Petersburg, 26.06.2008 – Wladimir Jakunin hat sich viel vorgenommen. Der Vorsitzende der Russischen Staatsbahn (RZD) und enge Vertraute von Vladimir Putin will in den kommenden Jahren die Bahninfrastruktur im Riesenreich Russland für eine dreistellige Euro-Milliardensumme schrittweise modernisieren. Bis zum Jahr 2030 soll der Fuhrpark der RZD komplett erneuert sein. Die finanziellen Mittel sind vorhanden. Der russische Wirtschaftsboom schwemmt genug Geld in die Kassen des Monopolisten. Der Güterverkehr steigt und steigt – schon deshalb, weil es wenig Alternativen zur RZD gibt.
Das Prestigeobjekt der „Velaro RUS“
Ein Weg zur Modernisierung des russischen Schienennetzes ist das Prestigeobjekt der RZD der Hochgeschwindigkeitszug „Velaro RUS“. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h wird dieser ab Dezember 2008 die Metropolen Moskau und Sankt Petersburg verbinden.
Deutsche Technik soll für Sicherheit sorgen
Die moderne Bahntechnik bedarf vor allem sorgfältiger Planung und Wartung. Ein deutsches Unternehmen wird mit seinem Know-how zum Erfolg des Velaro Rus beitragen: Die Ingenieure des Berliner Mittelständlers prokonzept gmbh mit dem Spezialgebiet Bahnanlagen und Bahninfrastruktur haben die Generalplanung der Instandhaltungswerkstatt übernommen. Das Gesamtprojekt besitzt ein Auftragsvolumen von circa 108 Mio. Euro. Fast ein Drittel dieser Summe macht zu importierende Spezialausrüstung aus. Die Anlage zur leichten und mittleren Instandhaltung wird – neben dem dreigleisigen Werkstattkomplex - unter anderem ein Radsatz- und Drehgestelllager, eine Außen- und Innenreinigungsanlage und eine Unterflurradsatzdrehmaschine und –prüfanlage umfassen.
Torsten Frühauf, der als Geschäftsführer der prokonzept gmbh das Projekt seit 2007 plant und überwacht, ist sehr zufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten: „Nach unserem Richtfest am 7. Juni 2008 laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren. Momentan werden im Depot unter anderem die Dacharbeitsbühnen montiert und Kabel verlegt.“ Und die Zeit drängt. Bereits am 10. Dezember soll der erste der insgesamt acht Züge, die von der Siemens AG gebaut werden, in das Werk einrollen.
Torsten Frühauf ist zur Zeit fast jede Woche in Sankt Petersburg. Denn obwohl der erfahrene Ingenieur und Manager fließend Russisch spricht, muss er auf jedes Detail genau achten. Der persönliche Kontakt zu Auftraggebern und Kooperationspartnern ist ihm wichtig, kennt er sich doch mit den kulturellen, organisatorischen und regulatorischen Besonderheiten des Landes seit Jahren gut aus.
Weitere deutsch-russische Zusammenarbeit geplant
Die erfahrenen Ingenieure der prokonzept gmbh arbeiten seit Jahren im Auftrag der Deutschen Bahn AG und der Siemens AG. Mit dem Großprojekt für die RZD hat die Firma mit ihren 25 Mitarbeitern in Russland Fuß gefasst. Die Russische Staatsbahn hat den Berliner Planern bereits weitere Bahnprojekte in Russland avisiert, gegenwärtig steht Geschäftsführer Frühauf in Verhandlungen über weitere Werke-Großprojekte.












