(openPR) Mit mehr als 100 Einzel- und Gruppenausstellungen in Australien, Europa, Asien und den USA ist Wayne Quilliam einer der prominentesten Fotografen des australischen Kontinents. Im Juli und August sind im Art Center Berlin erstmals seine großformatigen Fotografien der „Lowanna“-Serie zu sehen.
Seine Inspirationsquelle sind die traditionellen Geschichten und Sagen der Aborigene Kultur, was sich in der Intensität, im Erforschungsdrang und dem mysteriösen Charakter seiner Arbeiten widerspiegelt. Quilliam erklärt: „Um meine Arbeiten zu interpretieren, muss man die Verbindung zwischen Mythos und Realität demystifizieren. Ich interessiere mich für den Prozess des Verhüllens und Entblößens, des Menschlichen in der Natur. Ich suche nach Tiefe, Bedeutung und vielleicht sogar der Offenbarung, dass wir die Vision eines Schöpfers sind.“
Er fügt hinzu: „Ich bin fasziniert von der unterschiedlichen Weise, wie Nacktheit wahrgenommen wird und welche Rolle diese in der modernen Gesellschaft spielt“.
Quilliams Welt und die ihr immanente Ikonographie ist durch deutliche, spirituelle Metaphern bestimmt. Er überträgt diese Spiritualität auf seine Fotografien, verhilft seinen Arbeiten zu mehr Lebendigkeit, indem er die reinen Abbilder der Natur weiter bearbeitet.
Quilliam analysiert und dechiffriert Formen des nackten weiblichen Körpers und der Landschaften, um sie anschließend zu einem Ganzen verschmelzen zu lassen. Durch die Dekonstruktion des Mythos der Verletzlichkeit und der Blöße verführt er das Unterbewusstsein, um das Versteckte herauszuheben.
Der Künstler verdeckt, versteckt und verschleiert in seinen Arbeiten, um die nackte Realität zu zerstören, sie zu erzeugen oder wiederzubeleben. Geleitet von der Spiritualität der Natur, verschleiert und entblößt er absichtlich seine Bilder, um die Spannung zwischen dem Vorgang des Abbildens und Realität aufzudecken.
Wayne Quilliam wurde 1963 in Hobart, Tasmanien, geboren. 1979 verließ er die kleine Insel, um der Kriegsmarine beizutreten und die Welt zu entdecken. Wenn er nicht gerade die weltentrückten Flecken Australiens aufsucht oder mit seinen Bildern den Globus bereist, lebt und arbeitet Quilliam in Melbourne. Dort erfindet er neue Ausdrucksformen und Dimensionen in der Fotografie seiner Kultur und antizipiert damit eine rasche Entwicklung der zeitgenössischen indigenen Kunst.













