(openPR) Die weltweit erste Retail-Konferenz der Weltunion der Großmärkte - die vom 12. bis zum 14. Juni 2008 in Hamburg stattfindet - fordert in einem Grundsatzbeschluss die EU-Kommission und alle öffentlichen Entscheider dazu auf, den bedeutenden Stellenwert von Wochenmärkten und traditionellem Einzelhandel in der sozioökonomischen Entwicklung von Städten und Gemeinden anzuerkennen und zu fördern. Europaweit gibt es 25.000 Retail-Märkte mit insgesamt 450.000 Händlern, über einer Million Beschäftigten und einem jährlichen Umsatzvolumen in Höhe von 35 Milliarden Euro. Traditionelle Märkte sind vielerorts Touristenmagnete, stärken die regionale Wirtschaft, tragen zur Gesundheit der Bevölkerung und zum Umweltschutz bei, stärken durch soziale Kontakte auf den Märkten die Gesellschaften und sind ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor in den Regionen.
Die Teilnehmer aus europäischen Staaten - wie zum Beispiel Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland, sowie sogar aus Südafrika und Mexiko - waren sich auch über die Bedeutung eines funktionierenden Großmarkt-Netzwerkes für den traditionellen Einzelhandel einig. Bereits vor einigen Jahren hat die Weltunion der Großmärkte (WUWM – World Union of Wholesale Markets) diesen Zusammenhang erkannt und den Retail-Märkten die Möglichkeit der Mitgliedschaft in der Organisation eingeräumt. „Wir müssen Hand in Hand arbeiten, um den Verbrauchern die Vielfalt an Frischeerzeugnissen und den Erlebniseinkauf im traditionellen Einzelhandel auch in Zukunft zu ermöglichen“, betont Torsten Berens, Großmarkt Hamburg-Geschäftsführer und Mitglied im Board of Directors der WUWM. „Lebensmittelketten drücken die Preise bei den Erzeugern, was letztlich zu geringerer Qualität und Vielfalt führt.“ Auf den Retail-Märkten sind dagegen die Erzeuger oft selbst präsent und handeln ihre Produkte im direkten Kontakt mit den Verbrauchern zu fairen Preisen.
Heute wird die Retail-Konferenz der WUWM nach einer Besichtigung des Großmarkts Hamburg mit Vorträgen und Diskussionen zu Themen wie „Effizienz der Marktförderung“ und „Technische Innovationen bei Markausstattung und Marktverfahren“ fortgesetzt. Morgen besichtigen die Teilnehmer in der Zeit von 8.30 bis 13.00 Uhr den Wochenmarkt auf dem Großneumarkt und den Langenhorner Wochenmarkt.










