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Open Content und Open Access - Neue Geschäftsmodelle gesucht

13.06.200812:22 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Open Content und Open Access - Neue Geschäftsmodelle gesucht
Der freie Zugang zu Information und Wissen
Der freie Zugang zu Information und Wissen

(openPR) Stuttgart, 13.06.2008 - Ob Texte, Musik, Filme oder wissenschaftliche Werke – die Bereitstellung und Weiterverarbeitung von freien Inhalten stellt Wissenschaft, öffentliche Institutionen und Wirtschaft vor neue Herausforderungen. Häufig bleiben beispielsweise die Fragen nach Lizenzen, Urheberrechten und möglichen Geschäftsmodellen ungeklärt. Auf der FAZIT-Fachtagung "Open Content – Open Access" am 9. Juni 2008 in Stuttgart diskutierten das Thema Vertreter aus Forschungsinstitutionen, Bildungseinrichtungen und dem Verlagswesen.



Mit Primärgütern wie wissenschaftlichen Publikationen an sich lässt sich künftig nichts mehr verdienen, so die Aussage von Prof. Dr. Rainer Kuhlen der Universität Konstanz. Je freier der Zugang zu Wissen und Informationen, desto wahrscheinlicher könne die Wirtschaft davon profitieren, indem sie Erlöse z.B. aus Zusatzdienstleistungen rund um die Publikation erzielt. Kuhlen zog die Schlussfolgerung, dass informationswirtschaftliche Geschäfts- und Organisationsmodelle im Wissenschaftsbereich um Open Access nicht herum kommen werden.

Eine Entwicklung hin zu Open Access sah auch Wim van der Stelt. Bei Springer Science+Business Media verantwortet er das autorenfinanzierte Open-Choice-Programm, in dem wissenschaftliche Autoren ihre Fachbeiträge unter einer Open-Access-Lizenz veröffentlichen können. Gebe es derzeit zwar nur eine geringe Nachfrage von Autorenseite, so prognostiziert Wim van der Stelt seinem Unternehmen eine Zukunft als großer Open-Access-Verlag. Das Vorurteil, freie Inhalte hätten oft nicht die gleiche Qualität wie kostenpflichtige, entkräftete er.

Weitere Referenten der Fachtagung:

Bernd Hartmann, freier Berater für die Kreativwirtschaft, zeigte die Grundlagen und Potenziale von freien Inhalten auf. Handlungsfelder sieht er u.a. in der Finanzierung der Angebote, im Urheberrecht und im allgemeinen Bewusstsein für Open Content.

Dr. Till Jaeger vom Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software (ifrOSS) erörterte die rechtlichen Aspekte bei der kommerziellen Nutzung freier Inhalte. Dabei wies er vor allem auf die Rechte und Pflichten bei der Verwendung von Creative-Commons-Lizenzen hin.

Dr. Markus Deimann von der FernUniversität in Hagen beleuchtete das Thema aus Sicht der Bildungspraxis und verwies auf die Potenziale offener digitaler Bildungsressourcen als Motor für pädagogische Innovationen.

Michael Schaller vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg stellte in seinem Vortrag das Bildungsbündnis Open-Content vor, ein offener Zusammenschluss verschiedener Institutionen aus dem Bildungsbereich in Baden-Württemberg. Er kommt zum Schluss, dass beim Umgang mit freien Inhalten Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinander liegen.

Im September 2008 veröffentlicht FAZIT einen Forschungsbericht zu Open Content und Open Access. Ergebnisse aus der Impulsveranstaltung werden in diesen Band mit eingehen.

Weiterführende Links:
www.fazit-forschung.de
www.mfg.de/stiftung

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