(openPR) Alfred Hartenbach: Hans Soldan war seiner Zeit mehr als 100 Jahre voraus
Essen/Berlin, den 12. Juni 2008***** Mit einem feierlichen Festakt im Französischen Dom am Gendarmenmarkt in Berlin beging am 06. Juni 2008 die Hans Soldan Stiftung ihr 100-jähriges Jubiläum. Neben der Urenkelin des Stiftungsgründers Sonja Schmid und dem Neffen und Aufsichtsratsvorsitzenden der Stiftung Hans-Georg Curtze nahmen auch Alfred Hartenbach, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz, Gisela von der Aue, Senatorin der Justiz des Landes Berlin, Axel C. Filges, Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer, Dr. Michael Streck, Präsidiumsmitglied des Deutschen Anwaltsvereins, Prof. Dr. Martin Henssler, Präsident des Deutschen Juristentages sowie rund 250 geladene Gäste an den Feierlichkeiten teil.
In seinem Grußwort würdigte Alfred Hartenbach in Vertretung der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries den Stiftungsgründer Hans Soldan als einen Anwalt, der seiner Zeit mehr als 100 Jahre voraus war. Bis heute sei die Hans Soldan Stiftung dem Auftrag ihres Gründers treu geblieben, mit den aus der gewerblichen Tätigkeit erzielten Gewinnen die Belange der Anwaltschaft zu fördern und aktiv mitzugestalten. „Die Stiftung hat vielmehr stets auch, ihrem Gründungszweck entsprechend, dazu beigetragen, die Grundlagen des Anwaltsberufs wissenschaftlich zu erforschen. Sie hat so maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung des anwaltlichen Berufsbildes und auch des anwaltlichen Berufsrechts nehmen können“, unterstrich der Parlamentarische Staatssekretär die Bedeutung der Arbeit der Hans Soldan Stiftung auch für das Bundesministerium der Justiz.
In seinem Festvortrag „Die Anwaltschaft zwischen Berufsethos und Kommerz“ plädierte der Präsident des Deutschen Juristentags und Direktor des Instituts für Anwaltsrecht an der Universität Köln, Prof. Dr. Martin Henssler für eine Lockerung des Berufsrechts für Anwälte und regte ethische Richtlinien für die anwaltliche Arbeit an, ähnlich den Regeln guter Unternehmensführung (Corporate Governance).
Dabei sah Prof. Henssler durchaus Parallelen zum Stiftungsgründer: „Das Wirken Hans Soldans, dieses Anwalts der Anwälte, weist intensive Bezüge zu unserer Themenstellung auf, war es doch von einer hohen Wertschätzung für das Berufsethos, gleichermaßen aber von der Sorge um die berechtigten wirtschaftlichen Belange der Anwaltschaft geprägt“, erklärte der Präsident des Deutschen Juristentags.“Die Ziele der von Soldan gegründeten Selbsthilfeorganisation lagen auf der Linie der in der Sozial- und Wirtschaftswissenschaft für die freien Berufe heute vertretenen Konzeption einer ökonomischen Ethik.“
1908 als Wirtschaftlicher Verband Deutscher Rechtsanwälte gegründet, wurde das Unternehmen 1929 in die Hans Soldan Stiftung umgewandelt. Seit der Ausgliederung 1989 verwirklicht die Hans Soldan GmbH die Ziele ihres Gründers als Dienstleister für Anwälte und Notare in allen Fragen rund um den Kanzleibedarf. Die Stiftung hingegen finanziert eine praxisorientierte Juristenausbildung an deutschen Universitäten, fördert junge Anwälte bei ihrem Berufseinstieg und unterstützt bestehende Kanzleien bei Managementfragen durch das Soldan Institut für Anwaltmanagement. Auch wenn sich das Unternehmen Soldan und die Stiftung in den vergangenen 20 Jahren völlig eigenständig entwickelt haben, so verfolgen beide das gemeinsame, schon von Hans Soldan formulierte Ziel: die Anwälte und Notare in ihrer alltäglichen Arbeit zu unterstützen.











