(openPR) Die Liste seiner musikalischen WeggefährtInnen ist gespickt mit klangvollen Namen unterschiedlichster Couleur. Von Tom Waits, Cassandra Wilson und Chuck Berry über Elvis Costello, Caetano Veloso und Madeleine Peyroux bis hin zu Avantgardkünstlern wie John Zorn, Bill Frisell und Arto Lindsay,
Produzentengenie T-Bone Burnett oder Hard-Rocklegende Robert Plant reicht das Spektrum. Marc Ribot besticht dabei immer durch seine Fähigkeit, Musik zu bereichern und zu veredeln. Sein Handwerk lernt der 1954 in Newark, New Jersey geborene Marc Ribot von John Luries Lounge Lizards, bei denen er von 1984 bis 1989 als festes Mitglied fungiert. Zwei Dekaden sind seitdem vergangen. Heute steht sein Name für Qualität und Erfindungsreichtum. Davon profitierte zuletzt das Gespann Robert Plant (Led Zeppelin) und Alison Krauss, die als Fiddle-Virtuosin gilt und in ihrer Karriere 20 Grammys gewonnen hat. Der Erfolg ihres jüngst Grammy-geehrten Albums "Raising Sand" ist auch der Kreativität Ribots zu verdanken, dessen Einflüsse ein weites Feld abdecken. Jazz, Punk, Latin, Soul, No-Wave, Avantgarde, Hardrock, Ambient, Pop und Noise sind nur einige, sie zeigen aber deutlich von welcher Bandbreite der Gitarrist und Sänger profitiert. Als einen "Trip ins Unerforschte" beschreibt Ralf Dombrowski (Süddeutsche Zeitung) das Erlebnis, Marc Ribot's Ceramic Dog live erleben zu dürfen, denn "mit dem Trio geht Ribot noch einen Schritt weiter als bisher". Ribot selbst schwärmt über Ceramic Dog als der "ersten echten Rockband" seit seiner Highschool-Zeit. "Wir spielen auch zusammen wenn wir keine Gigs haben. Einfach so, aus Spaß", packt er seine Euphorie in Worte. "Not a 'Project': A Real Band." Durch Ceramic Dog vereint Ribot seine musikalischen Fähigkeiten mit denen von Schlagzeuger Ches Smith (Xiu Xiu) und Bassist und Keyboardspieler Shahzad Ismaily (Laurie Anderson). Gemeinsam mit Ismailys und Smiths Indie-Electronica-Erfahrungen erschaffen sie eine obskure Mischung zwischen rotzfrechem Free-Hardrock und experimenteller Psychedelic-Post-Grunge-Electronica. Das dargebotene Kaleidoskop reicht dabei vom Opener "Break On Through", der auf die Urheberschaft der Doors zurück geht, über den Free-Funk inspirierten Titelsong "Party Intellectuals" bis zu "Todo El Mundo Es Kitsch", auf dem Gastsängerin Janice Cruz (Heather Nova, Angie Stone) ihre sanften Spoken Words platziert. Irgendwo zwischen ostinater Electronica und Noise-Jazz reicht "Digital Handshake" einem zeitgemäßen Avantgarde-Verständnis die Hand. Das Ausloten der gemeinsamen Ressourcen steht im Zentrum des Geschehens und die Wandlung die der Song im Verlauf der zehn-minütigen Ereignisse macht, spiegelt (fast) das gesamte Spektrum der Ceramic Dogs wieder: "Digital Handshake" endet in einem Gewitter aus verzerrter Gitarre, das von einem anarchistisch-bedrohlichem Synthesizer-Sturm und verwegenem Schlagzeug-Donner begleitet wird. Der Name Ceramic Dog leitet sich von einer französischen Redewendung ("chien de faience") ab, die in etwa so viel meint, wie "frozen with emotion". Soll heißen, die Trance, in die man gerät, wenn man frisch verliebt ist und sich gegenseitig in die Augen schaut. Die wunderbare "emotionale Erstarrung", in die die Liebe einen in diesem Moment versetzt. Oder der Moment der angespannten Stille, wenn sich die Kontrahenten in die Augen sehen, kurz bevor ein Kampf ausbricht. Diese Momente herzustellen, ist das erklärte Ziel von Ceramic Dog. Die New York Times bescheinigt Ceramic Dog ein "vielgestaltiges, ominöses, krudes, dorniges und durchtriebenes" Rock'n'Roll-Verständnis. Und man muss des Englischen nicht wirklich mächtig sein, um zu verstehen, was sich hinter diesen Zeilen verbirgt: "There were handclaps and Cuban montuños. There was numbskull punk and roadhouse blues. There was the odd doom-metal drone. Rickly but popular, with a mood both breezy and intense." Oder in den klaren Worten von Ralf Dombrowski: gesprochen "Ceramic Dog ist eine Droge, ein Energiepaket, das die Menschen mitnimmt auf einen Trip, der in unerforschte Stilgefilde vorstößt."
Besetzung:
Marc Ribot - guitar, vocals
Ches Smith - drums, vocals
Shahzad Ismaily - bass, vocals, moog
Tracks:
01. Break on Through 02. Party Intellectuals 03. Todo El Mundo Es Kitsch 04. When We Were Young and We Were Freaks 05. Digital Handshake 06. Bateau 07. For Malena 08. Fuego 09. Girlfriend 10. Midost 11. ShSh ShSh 12. Never Better
ausgewählte Tourdaten Marc Ribot's Ceramic Dog:
13.7. Berlin-Haus der Kulturen der Welt
15.7. München- Muffatwerk/Ampere
24.7. Amsterdam-Bimhuis













