(openPR) Fotos scheinen die visuelle Wahrnehmung ziemlich perfekt zu simulieren und darüber hinaus auch die Flüchtigkeit des Sehens aufzuheben. Oft entsteht der Eindruck, dass erst ein gutes Foto uns ein wahres Bild macht von den Dingen dieser Welt, obwohl wir sie mit eigenen Augen schon oft berührt haben.
Luis J. Soltmann hat den Blick für solche Erscheinungen bewahrt, hat sie nicht unter der Rubrik "optische Phänomene" abgehakt. Seine Fotos zeugen vom Staunen, das oft sprachlos bleibt, und das ist der Reiz. Die Sensibilität für solche Gegebenheiten haben ihn schon früh veranlasst sie in situ herzustellen und mit den Phänomenen zu experimentieren. Das visuelle Erlebnis zögert an der Grenze des Eindeutigen. Der Verstand fordert Sicherheit, das Auge bietet Ambivalenz. Grund genug die optische Wahrnehmung zu hinterfragen.
Soltmann ist ein systematischer Arbeiter mit vielen Fragen zugleich. So gibt es etliche kleine Serien, die er zum Teil über lange Zeiträume hinweg immer wieder aufgreift und vervollständigt, und die ihn wohl ein Leben lang begleiten werden. Denn, mögen die Probleme der Wahrnehmung auch wissenschaftlich zunehmend geklärt werden, die Phänomene bleiben und die in ihnen liegende Poesie auch.
Ausstellung
01.06.2008 - 12.07.2008
Luis J. Soltmann, Fotografie
Ausstellungseröffnung
Sonntag, 01.06.2008, 12:00 Uhr
Ort
Galerie Werft 11
Anna-Schneider-Steig 11
50678 Köln
Öffnungszeiten
Mi-Fr 13:00-18:00 Uhr
Sa 12:00-16:00 Uhr
und nach Vereinbarung








