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Diätenerhöhung höher als Hartz IV Regelsatz

13.05.200815:53 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Neulich, in diversen Medien: Eine interessante Meldung kursiert - "Die Diäten der Abgeordneten im Bundestag sollen erhöht werden". Neulich? Das ist doch vom November letzten Jahres schon bekannt, denken jetzt die meisten. Leider nein, es ist auch keine Ente sondern eine Meldung vom 06.Mai 2008.



Die letzte Erhöhung liegt rund 6 Monate zurück, und schon wird der nächste Schluck aus der Steuerpulle eingeschenkt - diesmal "aufgrund des Tarifabschlusses im Öffentlichen Dienst". Und diesmal auch kein "kleines glaserl", nein, nun wird ein ordentlicher Humpen voll eingeschenkt, Fassungsvermögen: schaumgekrönte 607,00 €. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Hartz-IV Regelsatzempfänger, Arbeitswillig, Genügsam, Ehrlich, Betriebsbedingt gekündigt und in der Arbeitslosigkeit hängengeblieben, erhält 347,00 € als reinen Lebensunterhalt (zzgl. Miete). Sein Regelsatz wurde aber selbstredend auch kürzlich erst erhöht - am 01.07.2007 um volle 2,00 Euro (Bei Paaren sogar nur Ein Euro), was gleichzeitig die erste Regelsatzerhöhung seit Einführung dieses Systems darstellte. Um bei dem Vergleich mit dem Bierhumpen mit Schaumkrone zu bleiben entspricht diese Erhöhung in der Relation einem Viertel Fingerhut.

In diesem Zusammenhang fällt dann auch noch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey auf. Diese erzählt uns, das bis zum Jahre 2020 kaum noch die Hälfte unserer Bevölkerung der "Mittelschicht" zugeordnet werden kann, sondern darunter liegt. Unabhängig davon, wie jetzt McKinsey & Company die Begriffe "Mittelschicht" und "Unterschicht" definiert und ob das so seine Richtigkeit hat ist der zugegebene Trend eindeutig erkennbar: Mehr Armut fürs Volk, und davon jede Menge. Wie vergleicht sich das mit dem oben erwähnten Humpen mit Schaumkrone? Nun, wir rechnen mit jeder Menge neuer Leergutsammler...

Sieht so die Zukunft der Deutschen aus? Ja, aber nicht die der Parlamentarier, wenn die so weiter entscheiden wie in den letzten 12 Monaten dann beziehen diese Herrschaften ja im Jahre 2020 grob geschätzte 15.000 € - pro Monat, versteht sich. Was übrigens bis dahin einen monatlichen Rentenanspruch von über 2.000 € bedeuten dürfte.

Selbstverständlich distanzieren wir uns von solch bösen Behauptungen wie "ALG-2 Empfänger und Parlamentarier leisten das gleiche, aber einer von beiden bemüht sich wenigstens um Arbeit", aber bei der Lektüre solcher Berichte wird zumindest uns verständlich, warum Deutsche Bürger immer seltener wählen gehen. Ein trauriger Trend, der auch durch die tapferen Worte unserer ersten Kanzlerin nicht gemildert werden kann: Alle Bürger sollen am Aufschwung teilhaben (Sinngemässes Zitat). Und wie schon vor Jahrzehnten sind "Alle" wohl doch nicht so "wirklich alle".

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