(openPR) 12.05.08 Laut Medienberichten zeigt sich die Bundesregierung davon überzeugt, dass der Biosprit nicht schuld an der Hungerkrise sei. Daher wolle sie grundsätzlich an der Verwendung von Biotreibstoffen festhalten. animal 2ooo appelliert an Minister Gabriel und Seehofer, diesen Standpunkt noch einmal zu überdenken. Nach Überzeugung des Tierrechtsverbands hat die Hungerkrise mehrere Ursachen, die sich gegenseitig verstärkten. Biosprit sei eine davon, der rasant steigende Fleischkonsum eine weitere. Auch die u.a. von der WTO propagierte neoliberale Globalisierung gehöre zu den Ursachen.
Nun gelte es, den Hunger mit allen Mitteln zu bekämpfen. "Bisher haben unsere sogenannten Nutztiere das Brot der Armen in den Entwicklungsländern gefressen und nun sollen auch unsere Autos zunehmend das Brot der Armen fressen", so Dr. Pedro de la Fuente, stellvertretender Vorsitzender von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. Er weist darauf hin, dass ca. 10 kg Getreide benötigt würden, um 1 kg Fleisch zu produzieren. "Zehn Teller bleiben leer, damit auf einen Teller ein Schnitzel kommt!" klagt de la Fuente. Außerdem zitiert er die Vorsitzende der Deutschen Welthungerhilfe, Ingeborg Schäuble, die kürzlich geäußert hat: "Von zwei Tankfüllungen aus Mais gewonnenen Biosprits kann sich ein Mensch in den Entwicklungsländern ein ganzes Jahr lang ernähren."
Der Verband leitet daraus ab, dass die Hungerkrise schnell und nachhaltig durch ein Bündel von Maßnahmen zu bekämpfen sei, zu dem der Verzicht auf Biotreibstoffe einerseits und auf Fleisch andererseits gehörten. "Es kommt nicht drauf an, ob wir das so mögen. Wir müssen unser Verhalten ändern!", meint de la Fuente.
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Hinweis: Nähere Infos finden sich z.B. unter
http://www.pr-inside.com/de/biosprit-laut-regierung-nicht-schuld-an-r574748.htm
http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/15/869266.html











