(openPR) Ein wichtiges Thema dieser Tage ist der extreme Preisanstieg bei Lebensmitteln. Auch Kapitalanleger sind dafür zunehmend verantwortlich. Die Inhaber des Berliner Vermögensmanagers Guliver haben aus ethischen Gründen entschieden, nicht in Agrar-Rohstoffe zu investieren. Sie wollen dafür werben, dass Banken, unabhängige Anlageberater und Privatanleger sich auch zu einem solchen Verzicht entscheiden werden.
Mit Sorge betrachten vor allem ärmere Menschen den Anstieg der Preise bei vielen Lebensmitteln. So sind in den letzten Jahren die Preise für Weizen um über 250% und die Preise für Sojabohnen und für Mais um mehr als 150% gestiegen.
Derzeit werden Lebensmittel durch die wachsende Weltbevölkerung, den wirtschaftlichen Aufschwung in vielen Schwellenländern und durch die zunehmende Herstellung von Biosprit immer knapper und teurer. Dies wäre auch ohne den Einfluss von Spekulanten der Fall.
Doch Spekulanten verknappen das Angebot noch zusätzlich, da sie vorübergehend Lebensmittel direkt oder indirekt in ihr Depot legen und erst dann wieder verkaufen, wenn andere letztendlich darauf angewiesen sind, einen höheren Preis zu zahlen.
Wer z.B. ein Open End Zertifikat auf Mais kauft, spekuliert darauf, dass der Preis für Mais steigen wird. Indirekt wird dazu eine Kaufverpflichtung zu einem bestimmten Termin (Future, Termingeschäft) abgeschlossen und so lange verlängert, bis jemand anderes einem diese Verpflichtung wieder abkauft. Dieser Jemand ist letztendlich immer der, der Mais kauft, um es zu essen, zu verfüttern oder um daraus Biosprit zu machen. Den Gewinn für den Spekulanten bezahlt also letztendlich der Verbraucher.
Jeder Kauf von Finanzprodukten, die direkt oder indirekt in Agrar-Rohstoffe (Lebensmittel) investieren, verstärkt den Preisauftrieb und führt direkt zu mehr Armut und Hunger. Selbst der Kauf nur eines Zertifikats auf Mais, Soja, Reis, Zucker oder Weizen entzieht einem Menschen Lebensnotwendiges.
Die Vermögensmanager von Guliver glauben, dass es Tabus geben muss. Die Spekulation mit Lebensmitteln ist ein solches Tabu. Guliver verzichtet daher seit der Unternehmensgründung vor zehn Jahren auf Empfehlungen für solche Finanzprodukte. Auch die von Guliver initiierten Fonds Guliver Wachstum und Guliver Sicherheit enthalten keine direkten oder indirekten Investments in Agrar-Rohstoffen.






