(openPR) Berlin/Beijing (tr.) - Der Wettstreit um den Titel "Exportweltmeister" zwischen Deutschland und China muß im laufenden Jahr noch nicht zwingend zu der erwarteten Verschiebung der Positionen zum Nachteil von Deutschland führen. Immerhin: Es wird eng und China kann nicht nur auf dem Sektor der Waren- und Dienstleistungen Führungspositionen ausbauen, sondern zunehmend auch auf dem Finanzsektor. Die Schattenseiten der globalen Wirtschaft sind dennoch auch in China spürbar. So verändert sich die Moral im Zahlungsverkehr und mehr und mehr "schwarze Schafe" tragen dazu bei, dass die Anforderungen an eine Sicherung eigener Interessen höher werden. China ist schon lange nicht mehr das Land, in dem jeder Partner ohne weiteres verläßlich ist. Man hat sich westlichen Methoden angepaßt und schnell gelernt. Besonders auffällig sind in letzter Zeit ungesicherte Geschäfte auf der Basis der Vorkasse. Groß ist die Enttäuschung der meist kleinen oder mittelständischen Besteller aus dem westlichen Ausland, wenn auf die Vorauszahlung keine Lieferung erfolgt.
Der Aufwand der Beitreibung von Forderungen ist in aller Regel hoch und nicht selten scheitert die Rechtsverfolgung aus Kostengründen. Zu beachten ist immer wieder, dass der größte Fehler zu Beginn einer Geschäftsbeziehung gemacht wird: Selten überprüfen deutsche Unternehmer die Bonität des chinesischen Partners und noch seltener überlassen sie die Überprüfung einer im China-Geschäft erfahrenen Kanzlei. Zur Beunruhigung der westlichen Partner im China-Geschäft sei allerdings angemerkt, daß Chinesen nach wie vor die Hauptgeschädigten im China-Geschäft sind. Die überwiegende Mehrzahl chinesischer Unternehmen ist liefertreu. Das sind z.B. die deutschen Unternehmen in aller Regel auch. Wenn es aber um die Ausnahmen hiervon geht, dürften westliche Partner die größeren Reputationsprobleme haben.
Die Frage der Sicherung von Forderungen und Ansprüchen im China-Geschäft ist Gegenstand der Diskussionen anläßlich der im Juni 2008 stattfindenden Business Mission nach Beijing und Nord-Ost-China, die neue Geschäftsbereiche auch für die deutsche Wirtschaft erschließen soll. Die in der Zeit vom 12.-20.06.2008 stattfindende Delegationsreise steht interessierten Unternehmen offen.
Auskünfte sind unter:
erhältlich.













