(openPR) Der Abteilungsleiter für Videoüberwachung bei Scotland Yard, Mike Neville, erkannte heute, dass Videoüberwachung ein sinnloses Unterfangen ist. Es sei ein „völliges Fiasko“.[1] Gründe des Scheiterns sind, neben der grundsätzlichen Ineffizienz von Videoüberwachungssystemen, vor allem das fehlende Personal und die mangelnde technische Wartung der Anlagen.
Neville übte harsche Kritik an der Regierung. „Milliarden von Pfund wurden für die technischen Ausrüstungen ausgegeben“, sagte Neville, „doch es wurde kaum ein Gedanke darauf verwendet, wie die Polizei die Aufnahmen auswerten muss und wie sie vor Gericht verwendet werden können.“[1]
Warum überhaupt weiterhin so exzessiv überwacht wird, ist ein Rätsel. Bereits im Jahr 2002 erhielt das britische Innenministerium eine Studie, welche die Nutzlosigkeit von Videoüberwachung präsentierte.[2] Jedoch schenkte das Innenministerium dieser Studie keine Aufmerksamkeit, wodurch es nun insgesamt 4 Millionen Überwachungskameras gibt, die Milliarden von Steuergeldern verschlangen.
Gleichzeitig sind immer mehr Kameras nicht funktionstüchtig, weshalb die Verbrecher bereits davon ausgehen, dass die Systeme funktionsuntüchtig sind und sich überhaupt nicht mehr davon abschrecken lassen.
Auch Manu Luksch, dessen Film Faceless zurzeit im Topkino läuft, berichtet von der mangelnden Qualität der Bilder: „Die Bildqualität war generell eher schlecht.
Bei manchen Aufnahmen hat es so ausgesehen, als ob Taubenkacke auf der Linse war. Die Kameras wurden wahrscheinliche seit Jahren nicht gewartet.“[3]
Die Piratenpartei Österreichs betont wiedereinmal die Sinnlosigkeit solcher Überwachungssysteme und fordert eine Trendumkehr bei Videoüberwachung, sowie eine Verhinderung des Datenschutzgesetzes, welches weitere Videoüberwachung fördert anstatt diese einzuschränken.
[1] http://www.zeit.de/news/artikel/2008/05/06/2526003.xml
[2] http://www.homeoffice.gov.uk/rds/pdfs05/hors292.pdf
[3] http://futurezone.orf.at/it/stories/275169/













