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Datensammeln zur Behebung der digitalen Spaltung?

06.05.200810:56 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Mit einer groß angelegten Datenerhebung soll die digitale Spaltung Deutschlands behoben und der ländliche Raum beinahe vollständig mit Breitband-Internetanschlüssen versorgt werden. Dazu hat der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V. (VATM) einen Appell an die Bürgermeister und Landräte gerichtet. Ziel ist es, Rahmendaten für die Breitbandversorgung zu bekommen. Damit soll es Unternehmen ermöglicht werden, Lösungen für kleine Ortsteile und Gemeinden anzubieten. Ähnliche Ziele verfolgt eine Vereinigung, die Interessenten und Firmen die Möglichkeit gibt, sich selbst in einen Atlas einzutragen und so Nachfrage zu generieren.



Die Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- befürwortet und unterstützt grundsätzlich solche Aktionen. Allerdings hegt sie Zweifel an der Wirksamkeit. Pressesprecher Bernd Rudolph: „Interessenten wird vorgegaukelt, sie müssten sich nur irgendwo eintragen und schon bekämen sie Breitband.“ Die Realität sieht leider anders aus. Die bei -geteilt.de- registrierten regionalen Initiativen und Einzelinteressenten sind mehrheitlich selbst seit langem aktiv auf der Suche nach Anbietern (auch solchen mit Alternativangeboten zu DSL). Allerdings mussten Sie die Erfahrung machen, dass sich kaum jemand wirklich für sie interessiert.

So auch die Bürgerinitiative „DSL für Seifersdorf“, die mehr als hundert Mitstreiter aus der Gemeinde Jahnsdorf in Sachsen mit den Ortsteilen Leukersdorf und Seifersdorf vereint. Seit der Gründung im Dezember 2005 gab es etliche Versuche, mit Alternativanbietern „ins Geschäft zu kommen.“ Unter dem Strich war das Resultat stets das Gleiche. „Immer wieder hörten wir: Der Ausbau ist für uns nicht wirtschaftlich.“, sagt Bernd Rudolph, der auch Sprecher dieser Bürgerinitiative ist. Lediglich Anbieter von Satelliten-Breitband zeigten Interesse. Statt weiter auf Unternehmen zu warten, die selbst nicht investieren wollen, setzte die Initiative auf politischen und öffentlichen Druck. Umfangreiche Kontakte mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten und der Deutschen Telekom AG sowie eine breite regionale Öffentlichkeitsarbeit brachten schließlich das gewünschte Ergebnis. Zuletzt hatte sich selbst Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD) für die Jahnsdorfer stark gemacht. Der erste Ortsteil ist inzwischen vollständig mit DSL erschlossen, die restlichen stehen vor der Fertigstellung. „Hätten wir uns darauf beschränkt, lediglich unser Interesse kund zu tun, wäre bestimmt noch nichts passiert“, so Bernd Rudolph. Seine Erfahrungen bringt er jetzt auch als Pressesprecher in der Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- ein.

Generell muss der viel gepriesene Wettbewerb der Technologien, der jetzt gerade den ländlichen Raum erlösen soll, kritisch betrachtet werden. Viele Mitstreiter berichteten erst unlängst, dass ihre Mobilfunk-Flatrate gekündigt wurde. Dabei hatten sie nichts anderes getan, als das Angebot so zu nutzen, wie es beworben wird – als pauschal abgerechnetes Produkt eben. Für -geteilt.de- kam dies nicht überraschend. Die meisten Mobilfunklösungen für den Internetzugang sind zeitlich oder im Volumen beschränkt. Populäre Dienste, wie Internet-Telefonie oder Instand Messaging werden meist gar nicht erst zugelassen, weil sie die Verbindungen vermutlich zu stark belasten. Die volle Bandbreite müssen sich zudem alle Nutzer in einer Funkzelle teilen. Ähnlich sieht es bei anderen technologischen Alternativen zu DSL aus. Dazu kommt eine nicht unerhebliche finanzielle Mehrbelastung für die Hardwarebeschaffung.

Für die Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- ist die Datensammlung in den „weißen Flecken“ deshalb nur ein kleiner Schritt zur Lösung des Problems. Viel wichtiger scheint es zu sein, allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden einen Breitbandinternetanschluss als gesetzlich garantierte Universaldienstleistung zuzugestehen. Diese Auffassung der Initiative gegen digitale Spaltung -geteilt.de- wird von immer mehr Politikern, auch aus den Koalitionsparteien getragen.

Bernd Rudolph: „Ohne Universaldienstverpflichtung werden immer Menschen aus der digitalen Welt ausgeschlossen bleiben, auch wenn demnächst ihre Daten allseits erfasst sind. Das sich das ändert, dafür treten wir als Initiative ein. Wer mithelfen will, ist gern eingeladen.“

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