(openPR) Erneut gutes Ergebnis / Kosten- und Ertragslage nachhaltig verbessert / Starkes Neugeschäft: 450.000 Neu-ver-träge/ Beitrags-volumen gesunken / 100.000 Riester-Renten
Düsseldorf, 5. Mai 2008. Die zur Sparkassen-Finanzgruppe gehörenden Provinzial Rheinland Versicherungen hatten im Geschäftsjahr 2007 ein starkes Neugeschäft und ein gutes Ergebnis zu verzeichnen. Die Unternehmensgruppe konnte rund 450.000 Neuverträge abschließen (ohne Kranken-, Kredit- und Bausparversicherungen). Das waren im Schnitt rund 1.800 Verträge pro Werktag und knapp 5.000 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Lebens-versicherungen stieg auf 1,32 Millionen Stück, die Versicherungs-summe um 419 Millionen auf 32 Milliarden Euro. Bei Beitrags-einnahmen der Gruppe von insgesamt 2,1 Milliarden Euro erzielte die Kompositversicherung einen Gewinn von 149,4 (217,6) Mio. Euro. In der Lebens-versicherung stieg der Jahresüberschuss von 14 auf 20 Mio. Euro. Der Gesamtbestand der Kapitalanlagen ist auf 14,24 Mrd. Euro angewachsen. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozent.
Ulrich Jansen, Vorsitzender des Vorstandes: „Unsere neuen Angebote wie die FondsRente Flexibel sowie verbesserte Serviceleistungen werden nicht nur positiv beurteilt, sondern auch vom Markt angenommen. Dazu kommt, dass wir nachhaltig unsere Kosten- und Ertragslage und damit unsere betriebswirtschaftliche Stärke verbessert haben.“ Erreicht wird im Jahr 2008 durch die Ergebnisse eines von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelten Ertragsteigerungsprogramms ein nachhaltiger, also auch für die Folgejahre wirksamer positiver Ertrags- und Kosteneffekt von rund 83 Mio. Euro.
Die gebuchten Bruttobeiträge sind im Geschäftsjahr 2007 insgesamt um 2,3 Prozent zurückgegangen. „Das ist der einzige Wert, mit dem wir nicht zufrieden sind“, sagt Jansen. Einerseits sei das auf die intensive Wettbewerbssituation zurückzuführen. Die Provinzial Rheinland hätte andererseits wiederum konsequent auf ertragloses Geschäft verzichtet und Tarife für die Kunden verbessert.
Leistungen:
Kunden erhalten 2,26 Milliarden Euro und ein Pro an Sicherheit
Die Gesamtleistungen für die Kunden der Provinzial Rheinland Versicherungen erreichten 2,26 Milliarden Euro. Darin sind Lebensversicherungsleistungen von rund 1,57 Milliarden Euro enthalten. Sehr viel Wert legt die Provinzial Rheinland auf Schadenverhütungsmaßnahmen, auf die Beratung zur und Unterstützung bei der Prävention von Schadenfällen. Dazu unterstützt das Unternehmen beispielsweise Feuerwehren im gesamten Geschäftsgebiet. Aber auch die Kunden direkt. Unter dem Namen „Pro an Sicherheit“ wurden 2007 rund 50 Maßnahmen und Serviceleistungen gebündelt, die für Kunden spartenübergreifend in Anspruch genommen werden können. „Unser Geschäft ist eben mehr als die Auszahlung im Schadenfall. Wir sind Partner und Problemlöser für unsere Kunden“, macht Vertriebsvorstand Peter Slawik deutlich. In der nächsten Ausbaustufe wird den Gewerbekunden aktuell beispielsweise der auf den gewerblichen Bedarf zugeschnittene „Wind & Wetter“ - Warnservice und eine kostenlose technische Betriebs-beratung angeboten.
Provinzial Rheinland Versicherung AG:
Professionelles Schadenmanagement „Kyrill“
Das Geschäftsjahr 2007 begann stürmisch mit Orkan „Kyrill“. 130.000 Schäden verursachte das Unwetter. Das Unternehmen konnte dabei die Professionalität und Schnelligkeit seines Schaden-mananage-ments erfolgreich unter Beweis stellen. Als größter Gebäudeversicherer im Rheinland war das Unternehmen und seine Kunden besonders betroffen. Trotz „Kyrill“ erreichte die Provinzial ein positives versicherungstechnisches Ergebnis und eine Combined-Ratio, also die Summe von Schadenaufwand und Kosten im Verhältnis zu den verdienten Bruttobeiträgen, unter 100 Prozent. Der Wert stieg gegenüber dem Vorjahr nur um 11,7 Prozentpunkte auf 97,4 Prozent. Die Beitragseinnahmen gingen leicht – um 1,3 Prozent – auf 945,0 Mio. Euro zurück. Dabei spielten die Verbesserung der Qualität des Versicherungsbestands im Firmenkundengeschäft und der besonders intensive Wettbewerb in der Kraftfahrtversicherung sowie im industriellen Sachversicherungsgeschäft eine Rolle. Mit einer Nettoverzinsung der Kapitalanlagen von 4,7 Pro-zent konnte die Provinzial Rheinland Versicherung AG wiederum ein sehr gutes Kapitalanlageergebnis erzielen.
Sparkassen DirektVersicherung AG:
Wachstum und Ausweitung
Der Direktversicherer der Provinzial, die Sparkassen DirektVersicherung AG, konnte im Kerngeschäft Kfz deutlich zulegen und erzielte mit 136.000 Verträgen 2007 insgesamt ein Beitrags-volumen von 31 Mio. Euro (Plus 5,6 Prozent). Zusammen mit einem gestiegenen Kapital-anlageergebnis führte dies zu einem erfreulichen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 1.021 (144) Tsd. Euro. Es ist 2008 geplant, den Gesellschafterkreis und damit auch das Geschäftsgebiet auszuweiten. Weitere öffentliche Versicherer werden sich an dem Unternehmen beteiligen.
Insgesamt lagen die Beiträge der Provinzial Rheinland Versicherungen im Kompositbereich damit bei 976 Mio. Euro (Minus 1,1 Prozent).
Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG:
Starkes Neugeschäft bei FondsRente und Riesterverträgen
In der Lebensversicherung sanken die Beitragseinnahmen trotz der Erfolge im Neugeschäft und steigenden Zahl der Verträge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,2 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro. Ursache ist hier die im Vergleich zum Markt deutliche Zunahme an regulären Vertragsabläufen. In dieser Entwicklung spiegeln sich insbesondere die Erfolge der vergangenen Jahre wider, in denen der Neuzugang stets deutlich über dem Marktdurchschnitt lag. Die Stornoquote liegt mit 4,0 Prozent genau auf dem Vorjahresniveau und wie gewohnt unter dem Marktdurchschnitt. Trotz erheblicher Aufwendungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung der VVG-Reform (Versicherungs-Vertragsgesetz) konnten die Verwaltungskosten mit einer Quote von 1,8 (1,9) Prozent der gebuchten Beiträge bzw. 0,18 (0,2) Prozent der Kapitalanlagen niedrig gehalten werden. Die Branchenwerte lagen im Jahr 2007 mit 2,9 Prozent bzw. 0,31 Prozent erheblich höher. Die Kapitalanlagen erzielten eine Nettoverzinsung von 4,5 Prozent. Der Gesamtüberschuss lag mit 235 (220) Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. Davon werden 215 Millionen Euro zugunsten der Lebensversicherungs-Kunden der Rückstellung für Beitrags-rückerstattung zugeführt, die damit erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Marke übersteigt. Darüber hinaus erhielten die Versicherungsnehmer 22 Mio. Euro Direktgutschrift.
2007 konnte die Provinzial Rheinland den 100.000sten Riestervertrag abschliessen. Insgesamt legte gerade dieses Segment der staatlich geförderten Produkte deutlich zu – um knapp 70 (Markt +2,7) Prozent. Auch die im Juni neu eingeführte FondsRente Flexibel ist mit 4.500 Abschlüssen in nur sechs Monaten gut angenommen worden.
Fazit und Ausblick
Die Provinzial Rheinland erzielte trotz des schwierigen Wettbewerbsumfeldes und unter Berücksichtigung des mit „Kyrill“ nominal größten Einzel-Sturmereignisses in der Geschichte des Unternehmens 2007 wieder sehr gute Geschäftsergebnisse. Die Kosten- und Ertragslage konnte auch nachhaltig positiv beeinflusst werden.
Ulrich Jansen: „Für 2008 sollen die Weichen trotz des erreichten Grades der Marktdurch-dringung und des anhaltenden intensiven Wettbewerbs wieder auf Beitragswachstum stehen.“ In der Schadenversicherung will der regionale Marktführer entgegen dem Markttrend wachsen und auch in der Lebensversicherung ein leichtes Plus vorweisen. „Dabei werden wir allerdings weiterhin im Sinne unserer Kunden kein Geschäft um jeden Preis machen.“, macht Jansen deutlich. „Dennoch: Unser Ziel für die nächsten Jahre ist es, die Marktführerschaft im Rheinland zu sichern und auszubauen.“
Die mittelbaren Folgewirkungen der Finanzmarktkrise werden bis 2009 andauern. Jansen: „Wir gehen davon aus, dass 2008 insgesamt ein schwieriges Jahr für die Finanzmärkte wird.“ Die Kapitalanlagepolitik des Unternehmens berücksichtige derartige Unsicherheiten durch eine hohe Diversifizierung zwischen verschiedenen Anlagearten und eine Allokation, die in Abhängigkeit von den jeweiligen Marktgegebenheiten ein mittelfristig attraktives Chance-Risikoprofil realisiert. Auf diese Weise werden mögliche Belastungen abgemildert, die von den internationalen Kapitalmärkten ausgehen könnten.









