(openPR) Im Regionalen Qualifizierungszentrum Nordrhein-Westfalen wird derzeit eine Basisqualifizierung Bildungsberatung und Kompetenzentwicklung für in der Beratung Tätige in fünf Modulen durchgeführt. Dieses Weiterbildungsangebot ist Teil eines Entwicklungsvorhabens zur „Professionalisierung der regionalen Bildungsberatung in Deutschland“. Das Altersspektrum der achtzehn Teilnehmer aus Wissenschaft, Unternehmen und Bildungseinrichtungen reichte von 26 bis 61 Jahren und lag dem Thema entsprechend deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 42 Jahren.
Dr. Barbara Kolzarek und Andreas Bendig von der agentur mark GmbH gestalteten eine zum Nachdenken anregende Unterrichtseinheit und vermittelten die alterstrukturellen Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft anschaulich. Der Einstieg in das Thema erfolgte über die Konkretisierung der Bevölkerungsverluste anhand schwindender Stadtteile und der ab 2015 verschärft einsetzenden Minderung des Erwerbspersonenpotentials. Ebenso wurde der Frage nachgegangen, wer überhaupt definiert, wer „Älter“ ist. Dr. Kolzarek: „Alter wird in erster Linie zu einem sozialen und erst in zweiter Linie zu einem biologischen Schicksal. Ursula Lehr, ehemalige Bundesministerin, sprach davon, dass die „soziale Uhr“ die „biologische Uhr“ verdrängt hat.“ Damit wird ein insbesondere für kleine Betriebe heikles Thema angesprochen. Wie sollen die Personalverantwortlichen bei alternden Belegschaften für die notwendige Innovationskraft des Unternehmens sorgen? „Der gewohnte Personalzugang verliert nicht an Bedeutung“, so Andreas Bendig, „der kluge Umgang mit älterem Personal wird jedoch immer wichtiger, vor allem wenn man weiß, das ab 2015 die beste Qualifikationsstruktur bei Erwerbspersonen zwischen 50 und 64 Jahren liegt.“ Mit dem Lernen ist es aber so wie bei vielen anderen Dingen auch. Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Das Gründungsmitglied des Demographie-Experten Vereins verweist damit auf die Personal- und Organisationsentwicklung. „Die systematisierte Optimierung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen gewinnt im Wettbewerb um motivierte und ideenreiche Fachkräfte zunehmend an Bedeutung.“ Genau diesem Thema widmet sich ein neues durch die EU und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt mit dem Titel „Innovationsfähigkeit von KMU in einer alternden Gesellschaft stärken – InKas_mark“. Dieses Forschungs- und Beratungsvorhaben leitet die agentur mark GmbH in Kooperation mit dem Institut Arbeit und Technik der FH Gelsenkirchen. Weitere Partner sind die RWTH Aachen sowie der Demographie-Experten e.V.









