(openPR) Ulrike M. Dierkes als Referentin in Remagen
In Kooperation mit der Bürgerstiftung Remagen setzt der Jugendbahnhof am 5. Mai 2008 um 19 h (Bahnhofsgebäude von Remagen) seine Vortragsreihe zum Themenkomplex "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche fort".
Ulrike M. Dierkes, Autorin und Journalistin, weiß, wovon sie schreibt und spricht. Das Thema Inzest, sexuelle Gewalt und inzestuöser sexueller Missbrauch wurde ihr bei ihrer Geburt in die Wiege gelegt, als sie 1957 in einem kleinen westfälischen Dorf als Vater-Tochter-Inzestkind geboren wurde. Ihr Vater, ein angesehener Mann, hatte seine eigene Tochter ab dem 7. Lebensjahr sexuell missbraucht, bis diese m Alter von 13 Jahren schwanger wurde. Für eine Abtreibung war es zu spät. Ulrike kam zur Welt. Durch das Verbrechen an ihrer Mutter wurde ihr Vater gleichzeitig auch ihr Großvater, ihre Mutter gleichzeitig auch Schwester. Lange war sie den Abläufen, Auswirkungen und Folgen des Verbrechens an ihrer Mutter ausgeliefert. Nach einem Suizidversuch und einer langjährigen Psychoanalyse setzte sie sich mit dem Geschehenen, den tieferen Ursachen, vor allem das gesellschaftliche Wegsehen und nicht Nichtwahrhabenwollen auseinander.
Sie schrieb drei Bücher zur Inzestproblematik, zuletzt die Autobiografie „Schwestermutter. Ich bin ein Inzestkind“.
1996 gründete sie den M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V., mit dem sie Inzestkinder begleitet und ihre Schicksale dokumentiert. Als Interessenvertreter den § 173 STGB (Inzestverbot) abgeschafft sehen wollten, gab sie in einem Dossier zum Erhalt dieses wichtigen Schutzparagrafen vor dem Bundesverfassungsgericht Inzestkindern als Minderheit im Schatten der Gesellschaft eine Stimme. Mit Erfolg, wie bekannt, der § 173 STGB blieb erhalten.
2007 wurde ihr durch den Bundespräsidenten Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande der BRD verliehen.
Veranstaltungsstätte:
Jugendbahnhof Remagen











