(openPR) Die Humboldthain-Grundschule im Wedding wird seit zwei Jahren zur Ganztagsschule entwickelt. In dieser Zeit der Umstrukturierung bedarf es eines besonderen Zusammenwachsens. Ein Mittel dazu ist das Projekt „Musik ohne Grenzen“, in das alle Schulangehörigen , die Eltern und Freunde der Schule über das ganze Schuljahr hinweg eingebunden sind. Dieses (soll) wird das Wir-Gefühl fördern und zu einer starken Identifikation mit der Schule führen..
Auf der Basis des jahrzehntelang bewährten Bildungskonzepts der Musikbetonung an unserer Schule ist dieses Jahresprojekt ein weiterer richtungweisender Schritt. Gilt doch als erwiesen, dass gemeinsames Musizieren Kooperation und Disziplin fordert und damit sowohl Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten der Beteiligten postiv beeinflusst als auch die intellektuelle Entwicklung fördert. Musik hat das Potenzial, Toleranz, Geduld und Vernunft zu lehren und offen zu werden für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, für andere Kulturen. Das Projekt ist ein Beispiel, wie über gemeinsames Musizieren, Singen und Theaterspiel Menschen verschiedener sozialer Gruppen , mit unterschiedlichem ethnischen Hintergrund und Alter zusammenfinden können und festgefahrene Strukturen und Denkweisen aufgebrochen werden.
Wir müssen uns der Integration in all ihren Schattierungen annehmen, in der Schule genauso wie in der Kultur, am Arbeitsplatz, in den Medien und im Sport. Insofern ist das Musiktheaterprojekt der Humboldthaingrundschule ein hervorragendes Beispiel, wie wir dieser Herausforderung gerecht werden können und wie die Schule aktiv Integration betreiben kann. Das Gemeinschaftserlebnis ermöglicht kreatives Gestalten und fördert das gegenseitige Kennen lernen und verstehen, sowohl zwischen verschiedenen Kulturkreisen als auch den verschiedenen Generationen. Dieser gemeinsame Prozess kann nur die Initialzündung einer nachhaltigen Entwicklung sein.
Im Zentrum des Projekts steht das Musiktheaterstück „Fahrt der Träume“. Inhaltlicher Ausgangspunkt waren die Gedanken und Gefühle von Schülern, am Anfang des Schuljahres selbst, aufgeschrieben als Aufsätze zum Thema Traum . Mittels unterschiedlicher Musikstücke verschiedener Stilrichtungen wurden diese ausgedrückt und, eng mit der Handlung verwoben, zum eigenen Stück entwickelt. 200 Teilnehmer aller Altersgruppen, d. h. Schüler der 1. bis 6. Klassen, Lehrer, Erzieher, ehemalige Schüler, Eltern, Großeltern, Küchenfrauen, Lesepaten, Freunde und Förderer der Schule stehen auf und hinter der Bühne, singen, musizieren, spielen Theater, tanzen, helfen bei der Maske und den selbst genähten Kostümen, schieben die selbst gebauten Kulissen und sind in der Bühnentechnik tätig sowie an der Herstellung eines Dokumentarfilms und einer „Traum“ -Galerie beteiligt.
Durch die gemeinsame Arbeit im und am Projekt werden die Beteiligten sich kennen lernen, Verständnis füreinander entwickeln und in der Zukunft dadurch anders miteinander umgehen. Damit wird die Schule ein Ort der Kommunikationund öffnet sich für den Kiez. Die Folge wird sein, das der Stellenwert der Humboldthain-Grundschule sich ändert und sie sich zu einem Ort entwickelt an dem man sich wohl fühlt und der eine Begegnungsstätte im Kiez ist. .
Durch die Schirmherrschaft von Herrn Dr. Wolfgang Schäuble (Bundesinnenminister) sowie die umfassende Unterstützung durch das Quartiersmanagement Pankstrasse, den Rotaryclub Spree, das Atze Musiktheater und die Landesmusikakademie mit dem FEZ in der Wuhlheide.
Schon heute freuen sich alle auf den Abschluss des Projektes, eine schöne, vergnügliche und genussvolle Aufführung der „Fahrt der Träume“ am 3. Und 4. Juli 2008 im Atze Musiktheater Berlin.
Kontakt:
Susanne Behr
Anita Stöcklein







