(openPR) Am 04.03.2008 wurde in Mainz die Commercial Vehicle Cluster – Nutzfahrzeug GmbH mit Sitz in Kaiserslautern aus der Taufe gehoben. Damit hat das Land Rheinland-Pfalz den ersten Cluster in eine eigene Organisationsform überführt. Vorbild ist der „Autocluster ACstyria“ in der Steiermark, der seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreiche Netzwerkarbeit im Automobilsektor leistet.
Gesellschafter sind neben dem Land Rheinland-Pfalz, das einen Anteil von 28,5 Prozent an der GmbH hält, zu gleichen Teilen die Daimler AG, die John Deere-Lanz Verwaltungs-AG, die Grammer AG, die euro engineering AG und die Kirchhoff Automotive GmbH & Co. KG.
Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Ministerialdirigent Hans-Georg Schneider, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz bestellt. Dem Aufsichtsrat, der die inhaltliche Arbeit des Clusters maßgeblich bestimmt, gehören an: Martin Daum, Vice President Production Mercedes Benz Trucks, Daimler AG Wörth; Dr. Jörg Zürn, Vice President Truck Product Engineering, Daimler AG Stuttgart; Rainer Riedel, Manager Manufacturing Engineering,
Deere & Company European Office, Mannheim; Hartmut Müller, Mitglied des Vorstands, Grammer AG, Amberg; Michael Schultze, Bereichsleiter Nutzfahrzeuge, euro engineering AG, Neu-Ulm; Ulrich G. Schröder, Geschäftsleitung Marketing / strateg. Planung, Kirchhoff Holding GmbH & Co.KG, Iserlohn und Reinhold Bott, Referent im Ministerium der Finanzen des Landes Rheinland-Pfalz.
Zur Geschäftsführerin wurde die promovierte Volkswirtin und bisher stellvertretende Abteilungsleiterin im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium Barbara Jörg bestellt.
Zu ihren bisherigen beruflichen Stationen gehören die Robert Bosch GmbH, die PROGNOS AG sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kaiserslautern. Jörg hat zusammen mit Professor Hajo Weber, IMO-Institut, 1994 von Kaiserslautern aus die Automobilzuliefer-Initiative Rheinland-Pfalz initiiert.
Der Aufbau des Commercial Vehicle Clusters wurde ab 2004 vom IMO - Institut zur Modernisierung von Wirtschafts- und Beschäftigungsstrukturen in Kaiserslautern begleitet. Die Entscheidung für die Gründung einer Clustergesellschaft fiel im Oktober letzten Jahres und wurde vom Ministerrat des Landes Rheinland-Pfalz am 14. Dezember 2007 bestätigt.
Die GmbH setzt sich zum Ziel, die Bereiche Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, Qualifizierung und Politik und Verwaltung für die Nutzfahrzeugbranche, die Landtechnik und die Baumaschinenindustrie so miteinander zu verbinden, dass eine „win-win-Situation“ entsteht. Da sich in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Gebieten in Baden-Württemberg die gesamte Wertschöpfungskette für schwere LKWs, Busse, Land- und Baumaschinen abbilden lässt, konnte der Cluster als Plattform für Kommunikation und Wissenstransfer erfolgreich gestartet und konkrete Arbeit an Projekten schon in den Jahren 2006 und 2007 geleistet werden.
Rheinland-Pfalz besitzt mit der hohen Konzentration der Nutzfahrzeughersteller sowie der Hersteller von Land- und Baumaschinen und der im Land selbst und in angrenzenden Regionen angesiedelten Zulieferindustrie ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Rund 25 % der bundesweit in dieser Branche Beschäftigten und mehr als 25 % des bundesweit erzielten Branchenumsatzes entfallen auf das Land und die Baden-Württemberg zugehörigen Gebiete der Metropolregion Rhein-Neckar. Diese wirtschaftliche Kompetenz wird in Verbindung mit der in der Region – aber auch darüber hinaus vorhandenen Wissenschaftslandschaft - genutzt, um zum Kristallisationspunkt für die Nutzfahrzeugbranche und deren Zulieferunternehmen im Südwesten Deutschlands zu werden.
Die Cluster GmbH hat ihre großen Veranstaltungen für 2008 bereits fest im Terminkalender verankert. Am 3. Juni lädt der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister zum Empfang in Mainz. Am 26. September ist der Commercial Vehicle Cluster mit einem Forum auf der Nutzfahrzeug - IAA in Hannover vertreten, das in Kooperation mit dem VDA durchgeführt wird. Am 11. November findet die Jahrestagung statt. Die Arbeit der Unternehmen in Projektgruppen wird zukünftig von der Cluster GmbH unterstützt und auch finanziell gefördert. Der Cluster wird darüber hinaus seine Workshop-Reihe fortsetzen und Initiativen starten, die thematisch in der Strategie zum BMBF – Spitzencluster-Wettbewerb bereits vorskizziert sind.









