(openPR) Hering: Cluster-Projekt ist ein Erfolgsmodell
„In Rheinland-Pfalz haben wir uns zu Recht von der Förderung von Netzwerken und Clustern einen besonders großen Nutzen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Zulieferer erhofft“, so Wirtschaftsminister Hendrik Hering auf der Gründungsversammlung der Commercial Vehicle Cluster - Nutzfahrzeug GmbH im Mainzer Wirtschaftsministerium. Sitz der am 4. März gegründeten Gesellschaft ist Kaiserslautern.
Die Commercial Vehicle Cluster - Nutzfahrzeug GmbH geht aus der CVC-Nutzfahrzeug-Cluster Südwest hervor, die 2005 gegründet worden war. „Ziel war von Anfang an, die Bereiche Wirtschaft, Forschung und Entwicklung, Qualifizierung und Politik und Verwaltung für die Nutzfahrzeugbranche so miteinander zu verbinden, dass eine ,win-win-Situation’ entsteht. Da sich in Rheinland-Pfalz und den angrenzenden Gebieten in Baden-Württemberg die gesamte Wertschöpfungskette für schwere LKWs, Busse, Land- und Baumaschinen abbilden lässt, konnte ein Cluster als Plattform für Kommunikation und Wissenstransfer erfolgreich initiiert werden“, sagte Hering. „Cluster tragen dazu bei, die Lücke zwischen Unternehmen, Forschung und Ressourcen zu schließen und damit Wissen auch schneller auf den Markt zu bringen“. Rund 40 Partnerorganisationen aus den Bereichen Nutzfahrzeugwirtschaft (Lastkraftwagen, Landmaschinen, Zulieferer, Dienstleister) und Einrichtungen aus der Wissenschaft, Qualifizierung und Verwaltung würden inzwischen an diesem vom CVC über Veranstaltungen und Messeforen organisierten Wissenstransfer teilhaben.
Gesellschafter sind neben dem Land Rheinland-Pfalz, das einen Anteil von 28,5 Prozent an der GmbH hält, zu gleichen Teilen die Daimler AG, die John Deere-Lanz Verwaltungs-AG, die Grammer AG, die euro engeneering AG und die Kirchhoff Automotive GmbH & Co.KG. Vorbild ist der „Autocluster ACstyria“ in der Steiermark, der seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreiche Netzwerkarbeit im Automobilsektor leistet.
Hering: „Erfolgreiche Cluster wie diese verbessern die Produktivität, ziehen Investoren an, unterstützen die Forschung, stärken die industrielle Basis und entwickeln spezifische Produkte oder Dienstleistungen“. Die Landesregierung schätze die Clusterförderung als eines der besten Instrumente der Wirtschaftsförderung ein. Rheinland-Pfalz besitze mit der hohen Konzentration der Nutzfahrzeughersteller - schwere LKW, Landtechnik und Baumaschinen - und der im Land selbst sowie in angrenzenden Regionen angesiedelten Zulieferindustrie ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. „Rund 25 Prozent der bundesweit in dieser Branche Beschäftigten und mehr als 25 Prozent des bundesweit erzielten Branchenumsatzes entfallen auf das Land Rheinland-Pfalz und die Baden-Württemberg zugehörigen Gebiete der Metropolregion Rhein-Neckar. „Wir wollen diese wirtschaftliche Kompetenz nutzen und zum Kristallisationspunkt für die Nutzfahrzeugbranche und deren Zulieferunternehmen im Südwesten Deutschlands werden“. Profitieren würden davon in erheblichem Maße die Westpfalz und der Standort Kaiserslautern, an dem mit dem Fraunhofer-Innovationscluster „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“, dem Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie an der TU Kaiserslautern und dem Masterstudiengang „Commercial Vehicle Technology“, der an der dortigen TU eingerichtet werden soll, Kompetenzen in der Wissenschaft und der Qualifizierung gebündelt werden. Das Land Rheinland-Pfalz hat bis zum Jahre 2013 insgesamt fünf Millionen Euro für die Förderung von Clustermanagement vorgesehen. „Die Optimierung der Zusammenarbeit, die der Cluster organisiert, ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil, der Unternehmen dazu veranlasst, den Standort entsprechend zu bewerten und auszubauen. Vorteile ergeben sich für alle Partner und kooperierenden Organisationen eines Clusters“, so Wirtschaftsminister Hendrik Hering abschließend.









