(openPR) Das ‚günstige’ Einkaufsfenster, welches in den vergangenen Tagen kurz geöffnet war, hat sich gestern mit einem satten 4%-Ölpreisaufschlag vorläufig wieder geschlossen. Die Rekordwerte, welche vor wenigen Wochen erreicht wurden, sind wieder in Sichtweite. Verantwortlich für die Wende sind schlechte US-Ölvorrats-Zahlen und vor allem eine unzureichende Raffinerie-Auslastung von nur noch 82%. Die Vorräte der USA selber liegen nun unter jenen der vergleichbaren Vorjahreswerte. Allerdings waren damals die Wirtschafts-Aussichten positiver als heute im Umfeld der US-Finanzkrise. Diese wird in den nächsten Wochen ihre Wirkung auf das Konsumverhalten und die Ölnachfrage erst richtig entfalten. Gedämpft wird in der Schweiz der satte Ölpreis-Aufschlag von einem günstigeren Dollar, der wieder unter CHF 1.— notiert. Ein Rückgang der Ölpreise auf ein moderateres Niveau ist weiterhin nicht ausgeschlossen, die Wahrscheinlichkeit sinkt allerdings mit der gestrigen Entwicklung. Getrieben wird der Ölpreis nicht nur von enormen Finanzströmen aus den einbrechenden Aktien- in die Rohwarenmärkte, sondern auch von den bisher von der Finanzkrise unbeeindruckt weiter wachsenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens. Ihr Nachfrage-Wachstum nach Ölprodukten kompensiert bisher die sinkenden Verbrauchsmengen der alten Industrieländer und limitiert den Spielraum der Ölpreise nach unten. Wenn Sie wegen der kalten Temperaturen für den Rest dieses Winters noch Heizöl benötigen, werden Sie also an einem teuren Ergänzungskauf kaum vorbeikommen. Mit einer rechtzeitigen Bestellung einer Teilmenge ersparen Sie sich aber wenigstens die teure Extrafahrt, die nötig wird, wenn die Heizung bereits abgestellt hat.












