(openPR) Unsere Kinder und Jugendlichen werden immer dicker, weil sie sich nicht bewegen und zu viel Zeit vor dem Fernseher und der Spielkonsole verbringen. „Unsere“ Kinder sind die heranwachsende Generation der westlichen Gesellschaften. Sie sterben nicht an Hunger, aber trotzdem vor ihrer eigentlichen Lebenserwartung, und zwar an den Krankheiten, die sie sich schon in jungen Jahren mit Pommes und Chips dem Computer und Fernseher heranzüchten. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Kids unter Alterszucker leiden.
„Generation Chips“, eine medizinisch fundierte Streitschrift, die gesellschaftliche Gleichgültigkeit angesichts ihrer fettsüchtigen Kinder als Vernachlässigung oder gar Misshandlung verurteilt, ist im Hubert Krenn Verlag, Wien, erschienen. Die Autoren: Edmund Fröhlich, seit über 20 Jahren im Management der Gesundheits- und Sozialwirtschaft tätig und Susanne Finsterer, Journalistin und Politikwissenschaftlerin, haben dieses Buch verfasst, das ein drängendes Thema umfassend darstellt: die drohende Fettsucht-Epidemie unter Kindern und Jugendlichen.
Die drohende Fettsucht-Epidemie – ein gesellschaftspolitisches Problem
Bei dem Begriff „Fettsucht-Epidemie“ handelt es sich aber nicht um den Versuch einer medialen Skandalisierung. Dass Fettsucht unter Kindern und Jugendlichen bereits Realität ist – weltweit in unterschiedlichem Ausmaß, in den letzten Jahren auch in EU-Europa -, steht außer Zweifel. Die Autoren zeigen darüber hinaus, dass überwiegend Kinder aus sozial benachtei-ligten – prekarisierten – Familien vom Stigma „fett“ betroffen sind.
Die wissenschaftlich fundierte Analyse der aktuellen Lage und die langjährigen Erfahrungswerte, die den Autoren zur Verfügung standen, führen zur Schlussfolgerung: dieses Krankheitsphänomen nimmt epidemische Ausmaße an - wenn nicht massiv gesellschaftspolitisch dagegen interveniert wird. Erfahrene Praktiker und namhafte Wissenschaftler äußern sich in ausführlichen Interviews in „Generation Chips“.
Wer soll das bezahlen?
„Als Letzter gewählt, als Erster ausgeschieden und dann auch noch ausgelacht und verspottet“, so fasst ein Sporttherapeut den Schulsportalltag dicker Schüler zusammen. Neben diesem massenhaften Kinderleid stellen sich auch aufgrund der volkswirtschaftlichen Konsequenzen immer dringlichere Fragen. In der Bundesrepublik Deutschland leiden rund sieben Prozent der Kinder und Jugendlichen an Fettsucht; etwa 15 bis 18 Prozent sind übergewichtig
– Tendenz steigend. Angesichts knapper öffentlicher Kassen und anhaltender Debatten über die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge ein bereits jetzt brisanter Wert. Wer aber soll die drohenden Kosten einer Epidemie, die auf die nationalen Gesundheitsbudgets zukommen, übernehmen? Womit sich die Frage nach der Verantwortung neu stellt.
Keine Angst vor dem Strafrecht
Neben der Forderung nach pädagogischen Maßnahmen wie etwa der Einführung des Schulfaches „Gesundheitskunde“ oder der verstärkten verpflichtenden Einbeziehung der Kinder- und Jugendärzte fordern die Autoren unter bestimmten Umständen die aktive Anwendung der Straftatbestände „Unterlassene Hilfestellung“, „Vernachlässigung“ und „Kindesmisshandlung“ für Eltern. (siehe dazu Interview mit Dr. Georg Ehrmann – Rechtsanwalt und Vorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e.V.) Diese eindeutige Stellungnahme nach strafrechtlichen Konsequenzen trotz sehr individueller Eltern-Kind-Problemlagen ist ein Tabubruch. Angesichts der im Buch aufgezeigten und durch Experten bekräftigten dramatischen Datenlage stellt sich aber die Frage, ob Kinder diesen Eltern ohne Hilfestellung bzw. Schutz überlassen werden können bzw. dürfen.
Edmund Fröhlich, Susanne Finsterer
Generation Chips – Was unsere Kinder in die Fettsucht treibt!
128 Seiten, broschiert, 16,5x23 cm
Preis: € 16,95 / sfr 31,60
ISBN: 978-3-902532-30-5
www.generation-chips.de






