(openPR) Ob „Nationaler Aktionsplan Ernährung und Bewegung“ oder „Verzehrstudie“ - die politischen Strategien und die mediale Wahrnehmung verlaufen meist ähnlich: Politiker - manchmal mit einer Karotte in der Hand - weisen bei Pressekonferenzen auf die (längst bekannten) Ursachen und die zu erwartenden Krankheitsfolgen hin und schon rauscht es im Blätterwald („Deutsche sind zu dick“, „Abiturienten sind schlanker“; Talkshows haben Titel wie z. B. „Rauchen, Saufen, Fressen – was verbietet der Staat als nächstes?“
Die Tragik ist jedoch viel schlimmer, die Problematik komplexer: In Deutschland gibt es bereits heute zwei Millionen übergewichtige Kinder und Jugendliche, ein Teil davon, nämlich ca. 800.000 sind adipös. Viele haben bereits chronische Herz-Kreislaufprobleme, orthopädische oder psychische Krankheiten und infolge dessen weitere Nachteile in der Schule und auf dem Ausbildungsmarkt.
Was dagegen dringend zu tun ist, darauf haben Edmund Fröhlich und Susanne Finsterer in ihrem Buch "Generation Chips" hingewiesen: Diese jungen Menschen brauchen Hilfe, Aufklärung und auch „Kontrolle“. Prävention und Aufklärung sind zweifelsfrei wichtig. Allerdings haben sie seit der Trimm-Dich-Pfad-Bewegung in den 70er Jahren keinen nachhaltigen Erfolg gebracht. Wir haben kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsproblem. Wenn überhaupt, gilt: Bildung ist die beste Prävention gegen Fettsucht! (Computer und Fastfood – was unsere Kinder in die Fettsucht treibt!“, Hubert Krenn Verlag)




