(openPR) Düsseldorf – 13. März 2008. Deutschlands führende Verteidiger für Wirtschaftsstrafrecht werfen den Staatsanwälten rigorose Ermittlungsmethoden vor. Das ergab eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Wilmes Kommunikation unten den 70 besten Strafverteidigern aus 34 Kanzleien, die der juristische Fachverlag JUVE ermittelt hat. An der Befragung haben 21 Anwälte (dies entspricht einer Quote von 30 Prozent) aus 20 Kanzleien (dies entspricht einer Quote von 59 Prozent) teilgenommen. Die wichtigsten Ergebnisse:
Die schärfste Waffe der Staatsanwaltschaft ist die Untersuchungshaft. 95 Prozent der Strafverteidiger sind der Meinung, dass die Staatsanwälte die Untersuchungshaft mitunter als Beugehaft einsetzen, um den Beschuldigten weich zu kochen und Geständnisse zu erzwingen. Kein Anwalt ist der Meinung, dass der Staatsanwalt alles vermeidet, was zu einer Bloßstellung des Beschuldigten führen kann.
Die Durchsuchung der privaten Räume bedeutet einen massiven Eingriff in die Intimsphäre des Betroffenen. 86 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Fälle von unverhältnismäßigen und rechtswidrigen Hausdurchsuchungen deutlich zunehmen. In zahlreichen Fällen würden sich die Staatsanwälte bereits mit vagen Verdachtsmomenten oder gar Gerüchten begnügen.
Gerade prominente Beschuldigte fürchten das gewaltige Medieninteresse. Deshalb ist die Gefahr sehr groß, dass sie sich aus diesem Grund auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einlassen, um eine Verfahrenseineinstellung gegen Auflagen zu erreichen - selbst dann, wenn sie von ihrer Unschuld überzeugt sind. 62 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass solche Deals die Regel sind. 33 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass solche Deals zunehmen und dass sie eine Schande für unser Rechtssystem seien.
Geschäftsführer Frank Wilmes, der beschuldigte und angeklagte Prominente in der Medienarbeit berät: „Staatsanwälte tragen mit rüden Ermittlungsmethoden wesentlich zur sozialen Vernichtung eines Beschuldigten bei. In vielen Fällen reichen vage Verdachtsmomente, um die große Keule zu schwingen. So ein Verhalten ist ungehörig.“
Kontakt:
Frank Wilmes
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