(openPR) Geteilte Meinungen über ausgedehnte Streiks im ÖPNV / autoki-Diskussion zeigt: Urteil über Streik hängt vom Grad des Betroffenseins ab
Berlin, 10. März 2008 – Der streikbedingte Ausfall von Bussen und Bahnen in Berlin sorgt in der Auto-Community autoki.de für kontroverse Diskussionen. Vor allem diejenigen Mitglieder, die direkt von der Bestreikung des Nahverkehrs betroffen sind, lehnen das Ausmaß der Aktionen ab. Andere äußern Verständnis für die Streikenden.
Autoki-Mitglieder uu7 und Pitti19 sind beide nicht direkt vom Arbeitskampf betroffen und stehen den Streiks im Grunde positiv gegenüber. „Wer solange Null-Runden und Abzüge hinnehmen musste, hat auch das Recht, sich mal zu beklagen – und das möglichst wirksam!“ – so uu7. Pitti19 findet, dass die erheblichen Gewinnzuwächse der Unternehmen zum Teil auch an die Bediensteten weitergegeben werden sollten. Beide Meinungen können für die insgesamt überraschend moderate Kritik der Autofreunde an den ausgedehnten Streiks stehen.
Umso stärker sticht der ablehnende Einwurf von Mitglied LordFlex heraus. Er weist darauf hin, dass jemand, der sich kein Taxi leisten könne, um zur Arbeit zu kommen, oder der zu weit vom Arbeitsplatz weg wohne, im Zweifelsfalle Urlaubstage opfern müsse. Lehrlinge, die darauf angewiesen sind, mit Bussen und Bahnen zur Arbeitsstelle zu gelangen, seien besonders betroffen. Generell sei es auch zweifelhaft, dass die Verkehrsbetriebe diejenigen Leute verprellen, die für den Lohn der Angestellten sorgen.
Autoki-Mitglied uu7 äußert Verständnis für die „suboptimale“ Lage der Lehrlinge, bleibt aber bei seiner insgesamt streikfreundlichen Einstellung.
Fazit: Je direkter die Mitglieder vom Streik betroffen sind, desto negativer die Reaktionen.
Der Verlauf der Diskussion findet sich unter:
http://www.autoki.de/questions/streik-in-berlin-und-anderswo-wie-kommt-ihr-ueber-die-runden












