(openPR) Berlin. Die Verbreitung des QM STUFEN-MODELL® nach DIN-Standard PAS 1037:2004 setzt sich unvermindert fort. Dies ist das Fazit des ersten Branchentalks des Forum DistancE-Learning anlässlich des 3. Bundesweiten Fernstudientages am 5. März 2008 in Berlin: Mit der PAS 1037 quality specifications for distance learning providers hat das RKW Berlin den bestehenden Qualitätsstandard des QM STUFEN-MODELL® für Anbieter von Fernlehrgängen und betreutem E-Learning erweitert.
Wichtigster Schritt für eine Harmonisierung der verschiedenen, momentan auf dem Markt befindlichen Qualitätsprüfverfahren ist die Veröffentlichung der PAS 1037 quality specifications for distance learning providers - darin waren sich alle Experten beim Branchentalk einig. Ergänzend zur staatlichen Zulassung von DistancE-Learning-Kursen gibt es damit erstmals eine passgenaue Zertifizierung der Anbieter selbst, die den besonderen Anforderungen mediengestützten Lernens gerecht wird. Der neue Qualitätsstandard entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Fachverband Forum DistancE-Learning. Mit dem zertifizierbaren QM-System wird unter anderem nachprüfbar gemacht, wie ein Anbieter seine Bildungsangebote entwickelt, durchführt und verbessert, wie die Qualifikation und Kompetenz der Fernlehrer bzw. Tutoren sowie die einheitliche Qualität der Betreuung und des Services für die Teil-nehmer sicher gestellt werden.
PAS-Zertifizierung als Orientierungshilfe für den Verbraucher
„Wir gehen davon aus, dass Verbraucher sich zukünftig nicht nur am Gütesiegel der staatlichen Zulassung eines DistancE-Learning-Angebotes orientieren werden, sondern auch an der PAS1037-Zertifizierung der Institute,“ betonte Dr. Martin H. Kurz, Präsident des Forum DistancE-Learning. Die ersten Fernschulen, darunter das IST Studieninstitut, sind bereits nach dem neuen Qualitätsstandard PAS 1037 quality specifications for distance learning providers zertifiziert.
Qualitätsstandard setzt sich im Hochschulbereich durch
Auch auf Hochschulebene setzt sich der neue Qualitätsstandard bereits durch: Die Akkreditierungsagentur FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) hat die zugrunde liegenden Anforderungskriterien in ihre Akkreditierungsverfahren eingearbeitet. Andere Akkreditierungsagenturen wollen sich anschließen.
Deutsches QM-System setzt auch international Maßstäbe
Auch auf internationaler Ebene wird unaufhörlich an der Verbesserung von Qualitätsstandards gearbeitet. „Zurzeit läuft ein internationales Normungsvorhaben für Bildungsdienstleistungen, das auf die in Deutschland etablierten Maßstäbe zur Qualitätssicherung aufbauen wird.“, so Walter Brückner, Geschäftsstellenleiter der RKW Berlin GmbH. Das ISO-Komitee mit 30 Experten aus 25 Ländern hat sich darauf verständigt, die deutsche PAS 1037:2004 als Grundlagendokument für eine neue ISO-Norm für Bildungsdienstleistungen zu nutzen. Diese wird im Rahmen des TC232 (Technical Committee) voraussichtlich bis 2010 erarbeitet.
Vereinheitlichung der Qualitätsprüfungsverfahren ist in Sicht
Anbieter welche die PAS-Spezifikation anwenden, nutzen bereits jetzt den einzigen ISO 9001 kompatiblen Standard für DistancE-Learning. Auch die Anforderungen der AZWV sind damit weitestgehend erfüllt, was eine zügige Zulassung für von der Arbeitsagentur geförderte Maßnahmen mit sich bringt. Michael Vennemann, Leiter der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) geht davon aus, dass die PAS-Zertifizierung darüber hinaus ein schlankeres ZFU-Verfahren zur Zulassung neuer Fernlehrgänge möglich machen wird. Einen Ausblick auf die Zukunft gab auch Prof. Dr. Joachim Loeper, stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Fernstudium in der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e. V. (AGF-DGWF): „Unser erklärtes Ziel ist die Zusammenlegung der verschiedenen Verfahren. Für diesen Prozess beziehen wir alle Beteiligten seitens des Akkreditierungsrates wie auch der Verbände ein.“













