(openPR) WIRTSCHAFT / ENERGIE / VERBRAUCHER
Berlin, 29. Februar 2008. Der Verkauf von Stromnetzen an unabhängige Betreiber nutzt vor allem den Stromkunden. Experten sehen darin die konsequente Entflechtung von Stromproduktion und Netzbetrieb, wie die EU-Kommission sie verlangt. Der Stromkonzern E.ON hatte am Donnerstag angekündigt, sich von seinem Stromnetz zu trennen.
Der günstige Anbieter FlexStrom begrüßt die Verkaufs-Ankündigung des Stromkonzerns. „Es kommt selten vor, dass wir E.ON loben, aber die Initiative zum Verkauf von Stromnetzen ist ein richtiger Ansatz“, so FlexStrom-Geschäftsführer Robert Mundt. Die plötzliche Einsicht sei offenbar vor allem der EU-Kommission zu verdanken, die seit einiger Zeit Druck auf die Energiekonzerne ausübt und ein Missbrauchsverfahren gegen E.ON führt.
Sinnvoll sei der externe Netzbetrieb aber nur, wenn er gebündelt verlaufe. Derzeit gibt es rund 900 Stromnetzbetreiber in Deutschland, was den Wechselprozess unnötig erschwert und verzögert. Im Nachbarland Schweiz hat man hingegen beschlossen, nur eine gemeinsame Netzgesellschaft zuzulassen. Dadurch werden die Strukturen auf dem Strommarkt einfacher, der Wechselprozess unkomplizierter. „Wir versprechen uns davon eine deutliche Kostensenkung – und davon profitieren die Stromkunden“, sagt FlexStrom-Geschäftsführer Robert Mundt.
Sollte E.ON die Netze verkaufen, müssten aber auch noch einmal die Einnahmen der vergangenen Jahre zur Sprache kommen. Die Investitionen in die Stromnetze waren zuletzt deutlich zurückgegangen, während E.ON immer neue Rekord-Ergebnisse vermeldet hatte. Alternative Anbieter wie die konzernunabhängige FlexStrom sind auf die Netze angewiesen und bezahlen dafür Netznutzungsgebühren. FlexStrom profitiert besonders stark von der gestiegenen Wechselbereitschaft der Stromkunden. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Kundenzahl mehr als verdoppelt.







