(openPR) München 20.02.08: Bis 2010 wird voraussichtlich mehr als jeder zweite europäische Haushalt über einen Internetzugang verfügen. Auch die online verbrachte Zeit wächst kontinuierlich und mit ihr die Zahl der Internet-Käufe. Wie das Europa Konsum-Barometer der Dresdner Cetelem Kreditbank zeigt, haben in puncto Online-Shopping Europas Männer die Nase vorn. Auch in Deutschland klicken sich wesentlich mehr männliche als weibliche Käufer ihre Wunschartikel in den elektronischen Warenkorb. Im europäischen Vergleich sind Deutschlands Silver-Surfer besonders kauffreudig. Mehr als jeder vierte Befragte über 65 hat hierzulande schon einmal online eingekauft.
Wie vernetzt ist Europa?
Die Zahl der Internetzugänge steigt weiter und mit ihr auch der Umsatz im E-Commerce. Dieser soll 2010 bereits 15 Prozent des europäischen Handelsvolumens ausmachen. In Deutschland werden 2010 wahrscheinlich vier von fünf Haushalten über einen Zugang zum Netz verfügen; in Europa voraussichtlich einer von zweien. Dabei wird eine schnelle Verbindung immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Bereits jetzt nutzen 85 Prozent der befragten Deutschen und 54 Prozent der Europäer (im Büro oder zuhause) einen Breitbandanschluss. Auch die Anzahl der wöchentlich online verbrachten Stunden wird europaweit auf Kosten der klassischen Medien von 12,4 in 2007 auf voraussichtlich 15 Stunden in 2010 steigen. Immer mehr Menschen benutzen ihre Online-Zeit dazu, sich über Produkte zu informieren oder sie zu kaufen. Mit 62 Prozent geben die Deutschen an, bereits online eingekauft zu haben. Damit liegen sie an der Spitze dieser Bewegung in Europa.
Wer kauft im Internet?
Online-Shopping ist in fast allen Ländern der Studie vor allem eine Domäne junger, gut verdienender Männer. In der Altersgruppe über 65 Jahre geht der Anteil der Befragten, die schon online eingekauft haben, in den meisten Ländern gegen null. Deutsche Rentner sind die modernsten: mehr als jeder vierte gibt an, schon im Internet gekauft zu haben.
Wo und wie wird online eingekauft?
Vor allem beim ersten Einkauf über das Internet werden gerne Shops von Anbietern ausgewählt, die auch über ein stationäres Ladengeschäft verfügen. Der Kunde hat bereits Vertrauen zu dem Unternehmen gefasst und rechnet so auch bei diesem neuen Verkaufskanal mit dem ihm schon bekannten Service. In Deutschland und in Portugal kauften signifikant mehr Befragte bei einem solchen Online-Shop als bei einem reinen Internetanbieter. Europaweit verliert das Kriterium der stationären Präsenz von Online-Anbietern zunehmend an Bedeutung.
Wie viel und wie wird gezahlt?
Die Bereitschaft online bei einem Einkauf 1.000 Euro oder mehr auszugeben, ist unter den deutschen Online-Käufern hoch. Knapp jeder vierte zieht dies in Betracht. In der Wahl ihres Zahlungsmittels sind die Deutschen dagegen vorsichtig. Mit einem Kauf auf Rechnung wissen sich die meisten Online-Shopper auf der sicheren Seite. Die Mehrheit der Deutschen empfindet Zahlungssicherheit im Internet mittlerweile als gewährleistet. Trotzdem beziehen sich die gängigsten Befürchtungen in Zusammenhang mit dem Einkaufen im Netz immer noch auf dieses Thema. Durch optimalen Service im Bereich Lieferung und Zahlungsabwicklung können virtuelle Händler mögliche Vertrauensdefizite ausgleichen. Gleichzeitig erhöhen sich damit die Chancen auf eine langfristige Kundenbindung. „Der Faktor Kundenbindung wird analog zum Point-of-Sale auch in der virtuellen Verkaufswelt immer mehr an Bedeutung gewinnen.“, bringt Dr. Anja Welsch, Leitung Sales Support bei der Dresdner-Cetelem Kreditbank, das Potenzial für Online-Händler auf den Punkt.
In den meisten west- und südeuropäischen Ländern wird bereits bevorzugt mit Kreditkarte bezahlt. Spanier und Briten nutzen auch den Verbraucherkredit schon als gängige Zahlmöglichkeit.
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