(openPR) Es fühlt sich an, als würde die Sonne stärker über Marokko scheinen. Als würde das Volk und insbesondere die weiblichen Untertanen des Königs Mohamed VI, zufriedener und freier durch die engen Gassen der Kasbah gehen.
Grund hierfür, ist zweifelsohne die Frau seiner Majestät, Lalla Salma geborene Bennani. Rote Haare, helle Haut, eine Bürgerliche und dazu noch eine Akademikerin. Moderne Kleidung und ein Lachen, als hätte sie gerade über einen Streich nachgedacht, den ihr der geliebte Gemahl spielte. An was uns das alles erinnert? Es erinnert uns an die Liebesgeschichte zwischen dem Propheten Mohammed sws und seiner Lieblingsfrau Aicha, Tochter Abu Bakers, Allahs Segen auf ihr. Auch sie zeichneten Dinge aus, die ihren Gegnern das Fürchten lehrten: eine schillernde und starke Persönlichkeit, rote Haare, weise Haut, Stärke und die Nähe zum Führer der Muslime und Botschafter Gottes Wortes.
Während die Mutter des Monarchen Mohamed VI, dem Auge des Volkes verborgen blieb, gehen Lalla Salmas Bilder um die Welt. Viele Untertanen hofften nun, eine aufgeschlossene Monarchengattin, wie Jordaniens Königin Rania, werde die Modernisierung und Gleichberechtigung im Land vorantreiben. Doch dem hat Mohammed VI vorerst einen Riegel vorgeschoben. Es wird keine Königin geben im Islam heißt es, aber den Titel Prinzessin hat sie sicher! Die Mutter des Königs wurde lediglich „Mutter der Prinzen“ genannten und hatte keinerlei offizielle Macht.
Das wiederum erinnert an den Kampf Aichas. Nach dem Tod Mohammeds sws nahm Aichas Autorität zu. Sie hatte Macht und Ausstrahlung. Dabei hatte sie nie eine Schule oder Universität besucht. Lalla Salma ist promovierte Informatikerin. Aicha bildete sich weiter, indem sie den Gesprächen und Diskussionen des islamischen Rates zuhörte. So erlangte sie großes Wissen und gab dieses Wissen weiter. Von ihrem Vater, Abu Bakr, dem ersten Kalifen lernte sie, wie Politik gemacht wird.
Nach der Hochzeit des Königs von Marokko mit Salma Bennani, wurden rigoros demokratische Reformen laut. Er stellte sich vor sein Volk und verkündete „Wie kann eine Gesellschaft auf Fortschritt und Wohlstand hoffen, wenn die Hälfte von ihr, die Frauen, Opfer von Ungerechtigkeit, Gewalt und Marginalisierung sind, wenn ihr Recht auf Würde und Gleichheit missachtet wird?“ Eine radikale Reform der Familiengesetzgebung folgte und Lalla Salma beherrscht an seiner Seite.
Die Auflösung des Harems seines verstorbenen Vaters, eine Offenbarung für alle unterdrückten Frauen im Land der von Männern akzeptierten Polygamie. Hinter einem starken Mann, steht immer eine starke Frau und das wird mit der Neuerung der „Moudawwana“ klar und deutlich. Als Führer eines Volkes lebst du vor. Ein Zeichen und eine Liebeserklärung auf politischer Ebene an seine Frau und eine Ehrerbietung, an alle Frauen des Landes Marokko. Keine väterliche Einwilligung eines Wali mehr, wenn eine Frau sich vermählen will, kein Verstoß der Frau je nach Lust und Laune, sondern nur noch juristisch erstrebt. Der König sprach und Lalla Salma auf ihrem Weg, die Führerin und Beschützerin der marokkanischen Frauen zu werden. Mit dem festen Willen und den absoluten politischen Bestimmungen, die sich sogar auf die islamische Lehre stützt, wird sie, mit ihren feuerroten Haaren jedem Liebhaber der alten Gesetze, ein Dorn im Auge sein. Die Parteien haben sich dennoch gefügt.
„Gerechtigkeit ist wichtiger als Gleichheit“, hatte der Chefideologe der PJD – Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung, Abdelilah Benkirane noch vor wenigen Monaten gesagt. „Die Frauen durchleben Perioden, während derer sie besonderen Schutz brauchen – durch den Mann.“ Nun attestiert die Partei dem König eine „intelligente Interpretation“ der heiligen Texte.
Das eine unverschleierte Frau dem König zur Seite steht und auch sicherlich zu Rate gezogen wird, dass muss man erstmal schlucken. Lalla Salma soll und wird uns immer an eine große Frau im Islam erinnern. Sie soll und wird uns immer wieder bewusst werden lassen, dass der Islam Gleichberechtigung will und auch fördert. Aicha ebnete uns den Weg, nun müssen wir ihn beschreiten. Wir danken einer starken Frau, die Präsenz zeigt und wünschen allen Frauen des Maghreb Kraft, die sich mit einem wunderschönen Lächeln, als Vorbild und Kämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frau im Islam verstehen.
Nadia Doukali













