(openPR) Die nachhaltige Forstwirtschaft garantiert stabile, artenreiche Wälder und liefert uns den umweltfreundlichsten Bau- und Werkstoff, den es gibt.
05. Februar 2008 (HAF, Bonn) Blätterrauschen, frische Luft, Erholung pur – zwei Drittel der Deutschen gehen mindestens einmal jährlich in den Wald, um fernab von Hektik und Verkehr die Seele baumeln zu lassen. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass die Bedeutung des Waldes weit über das reine Naturerlebnis hinausgeht. Der Wald ist Klimaverbesserer, Wirtschaftsfaktor, Trinkwasserlieferant und Erholungsort in einem. Möglich wird dies durch eine nachhaltige Forstwirtschaft und die naturnahe Waldbewirtschaftung.
Wirtschaften nach dem Vorbild der Natur
Bei der naturnahen Waldbewirtschaftung setzen Waldbesitzer und Förster auf die Abläufe des Waldökosystems. Wann immer möglich lassen sie der natürlichen Waldverjüngung den Vorrang, da diese auf sehr ökonomische Art und Weise an den jeweiligen Standort angepasste, vitale Wälder hervorbringt. Wenn heftige Stürme oder Brände eine Waldfläche verwüstet haben oder andere Baumarten in einen Reinbestand eingebracht werden sollen, genügt es nicht, wenn der Wind nach dem Zufallsprinzip Samen streut. In diesem Fall wird unterstützend eingriffen: junge Bäume werden gepflanzt.
Weitere wichtige forstliche Maßnahmen sind die regelmäßige Pflege und Durchforstung des Waldes. Weil allzu dichte Bestände gegen Schnee, Stürme und Insekten wenig Widerstand leisten können, müssen Durchforstungen die Stabilität der Wälder sicherstellen. Durch die Entnahme von Bäumen aus dem Waldbestand wird zudem die Licht-, Wasser- und Nährstoffversorgung der verbleibenden Bäume optimiert. Das Wachstum des viel versprechenden Nachwuchses und konkurrenzschwächerer, aber im Waldgefüge erwünschter Baumarten wird auf diesem Weg gefördert. Im Laufe von Jahrzehnten entsteht so ein artenreicher Wald aus Bäumen unterschiedlichen Alters, Durchmessers und Höhe.
Holz bindet klimaschädigendes CO2
Durch eine nachhaltige Forstwirtschaft, die auf eine stetige Waldverjüngung setzt, kann auch der Beitrag zum Klimaschutz aktiv gesteuert werden. Da Bäume vor allem während ihres Wachstums Kohlendioxid (CO2) in Form von Kohlenstoff binden, spielen insbesondere junge, zuwachskräftige Wirtschaftswälder eine wichtige Rolle als dauerhafte CO2-Senken. Dahingegen ist der Kohlenstoffspeicher eines unberührten Urwaldes so gut wie voll, er nimmt kaum noch CO2 auf.
Auch die spätere Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz trägt zum Klimaschutz bei, denn das verarbeitete Holz bindet weiterhin, das heißt über seine gesamte Nutzungsdauer, den Kohlenstoff. Zudem vermindert der Einsatz von Holz – als Ersatz für Produkte aus nicht nachwachsenden Rohstoffen – den CO2-Ausstoß fossiler Ressourcen.
Weitere Informationen rund um das Thema Wald, seine nachhaltige Bewirtschaftung und seine Rolle beim Klimaschutz, liefert das Magazin „Waldbild – Einblicke in die nachhaltige Forstwirtschaft“. Es steht neben weiteren Broschüren im Internet unter www.shop.infoholz.de innerhalb Deutschlands zur kostenlosen Bestellung und zum Download zur Verfügung.









