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Die Klimaschutzleistung der deutschen Wälder muss endlich anerkannt und honoriert werden

10.03.202009:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Deutsche Wälder entziehen der Atmosphäre jährlich über 127 Mio. Tonnen CO2

Berlin, 10. März 2020. Anlässlich einer Podiumsdiskussion in Berlin haben die Verbände des ländlichen Raums ihre Forderung wiederholt, dass die Klimaschutzleistung der deutschen Wälder anerkannt und honoriert werden muss. Das Cluster Forst & Holz ist ein aktiver Klimaschützer, der mehr als 127 Millionen Tonnen CO2 und damit rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft bindet.



„Mit der Bewirtschaftung und Pflege des Waldes erbringt der Waldbauer eine Klimaleistung für die Gesellschaft, die bislang für die Allgemeinheit umsonst war und seit jeher als selbstverständlich wahrgenommen wird“, sagt Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. Das Klimapaket der Bundesregierung sehe nun vor, dass diejenigen bezahlen müssen, die CO2 emittieren. Somit sei die logische Konsequenz, dass diejenigen honoriert werden, die CO2 binden. „Nur damit kann die Bewirtschaftung des Waldes und damit die Sicherung der wichtigen CO2-Senke Wald dauerhaft gewährleistet werden.“ Dies gelte auch deshalb, weil der Wald, wie die vergangenen zwei Jahre mehr als deutlich gezeigt haben, der Hauptleidtragende des Klimawandels ist.

„Die Bewirtschaftung des Waldes ist tatsächlich aktiv betriebener Klimaschutz. Die Forstwirtschaft ist der größte CO2-Senker in unserem Land. Deshalb brauchen wir jetzt ein verlässliches Modell, das die Waldbauern für ihren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz kontinuierlich unterstützt“, sagt Franz Prinz zu Salm-Salm, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt. Im Rahmen einer CO2-Bepreisung muss eine Honorierung der Ökosystemleistung „CO2-Speicherung“ eingeführt werden. Im Mittelwert werden pro Hektar Wald rund acht Tonnen Kohlenstoff im Jahr gespeichert. Bei dem aktuellen Preis eines Zertifikats im Emissionshandel von 25 Euro pro Tonne CO2 ergibt dies eine Honorierung von 200 Euro pro Jahr und Hektar. „Ein genaues Berechnungsmodell muss auf Basis der Bundeswaldinventur und der Forsteinrichtungen vom Bundesforstministerium in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft entworfen werden“, so Salm.

In der Politik wird diese Position in einigen Bundesländern durchaus geteilt. Allen voran haben sich Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz positiv zu dem Modell einer Honorierung geäußert. Tatsächlich ist der Wald der größte Speicher von Kohlenstoff in Deutschland. In seinen Bäumen und Böden sind 2,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff gebunden. Zu der gespeicherten Menge an Kohlenstoff kommen jedes Jahr im Zuge des Waldwachstums rund 60 Millionen Tonnen CO2 hinzu. Darüber hinaus spart die Verwendung von Holz jährlich rund 66 Millionen Tonnen CO2 und bindet jedes Jahr rund 3 Millionen Tonnen CO2 langfristig in Holzprodukten. Damit ist das Cluster Forst & Holz ein bedeutender Klimaschützer, der mehr als 127 Millionen Tonnen CO2 und damit rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft bindet.

Nur ein bewirtschafteter Wald kann CO2 dauerhaft in Holzprodukten binden. Dagegen ist nicht bewirtschafteter Wald klimaneutral. Er setzt durch Zerfallsprozesse auf Dauer so viel CO2 frei wie er bindet. Die Produktsenke und die Substitution entfallen bei ihm, da die Stilllegung die Nutzung von Holz komplett ausschließt. Die Absicht in Deutschland weitere 600.000 ha Wald still zu legen, würde bedeuten, jährlich auf den Entzug von ca. 4 bis 5 Millionen Tonnen CO2 zu verzichten. Zum Vergleich: Der Verzicht auf alle innerdeutschen Flüge würde etwa 2,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

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