openPR Recherche & Suche
Presseinformation

esyoil-Heizöl-News: HEIZÖL: Börse jagt die FED

02.02.200816:25 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Lüneburg 31.01.2008 Die US-Notenbank (FED) senkte die Zinsen gestern erneut in der Hoffnung, die angeschlagene US-Konjunktur zu stabilisieren. Aber die Börsen reagierten ablehnend. Den Kursen half die Maßnahme nicht auf die Sprünge. Über Nacht fiel der Ölpreise kräftig. Unterstützt wird der Rückgang von guten US-Bestandsdaten. Das Wetter in den US-Heizölregionen hat sich normalisiert. Damit stehen wesentliche fundamentale Einflüsse einem erneuten Preisrückgang nicht mehr im Wege. Charttechnisch hat sich die Lage für eine Fortsetzung des Abwärtstrends deutlich gebessert. Der Dollar tendiert schwächer. Mehrheitlich schlechte Konjunkturdaten drücken auf die Währung und auch auf den Ölpreis.



Die USA haben sich in den letzten Jahren verschluckt. Das Leben auf Pump gerät an seine Grenzen. Zumindest aus europäischer Sicht ist diese Simplifizierung nahe liegend. Die Börsen reagieren auf die Idee vom Ende des geliehenen Wachstums negativ. Das hat den positiven Effekt, dass der Ölpreis fällt. Der drohte ohnehin Auslöser eines Erstickungstods der Wirtschaft zu werden. Eine bereinigende Rezession, also der Rückgang wirtschaftlicher Leistung zur Reparatur von Fehlentwicklungen, gehört nach wie vor nicht in das Repertoire reifer Industriestaaten. Eine Rezession muss vermieden werden. Diesem Ethos dient die FED. Damit unterscheidet sie sich von ihrem europäischen Pendant, der EZB. Die fühlt sich der Geldstabilität verpflichtet. Der FED steht als wesentliches Mittel, auf die Wirtschaft lenkend einzuwirken, die Zinsschraube zur Verfügung. Diese wird nun rasant gedreht. Binnen zehn Tagen wurde eine Senkung von 1,25 Prozent vollzogen. Während eines halben Jahres wurden die Zinsen um 2,25 Prozent gesenkt. Das grenzt an einen Vierteljahrhundertrekord. Die Zweifel über die US-Konjunkturentwicklung bleiben indes bestehen. Einerseits sitzt das Misstrauen tiefer als erwartet. Andererseits kommt der Verdacht auf, dass das Misstrauen an der Börse instrumentalisiert wird. Spekulanten neigen nun dazu, von Zinssenkungen nicht genug bekommen zu können. Wenn die Kurse trotz kräftiger Zinssenkung weiter fallen, heißt das auch, dass mehr Zinssenkung gefordert ist. Insofern stellt sich die Frage, wer hier am Steuerrad der Wirtschaftsentwicklung sitzt, die FED oder die Spekulanten.

Beim Ölpreis kann es den Spekulanten prinzipiell egal sein, ob die Kurse steigen oder ob sie fallen. Sie können auf beide Richtungen wetten und gewinnen. Der einzige Unterschied ist, dass die Preise nach unten begrenzt sind, nach oben hingegen nicht. Insofern ist die Wette auf steigende Preise langfristig attraktiver. Auf die steigende Richtung wird es angesichts begrenzter Ressourcen und unbegrenzten Bedarfs auch hinauslaufen. Wenn die Wirtschaft nicht wie gewünscht funktioniert, kann es temporär aber abwärts gehen. Und darauf deuten die Zeichen momentan hin.

Seit Jahresbeginn geben die US-Ölvorräte die Preisbewegung nach unten wieder frei, indem sie steigen. Das haben sie zuvor während eines halben Jahres nicht mehr erkennbar getan. Gestern lieferte DOE (Department of Energy) erneut positive Zahlen. Die Werte von API (American Petroleum Institute) waren hingegen schlecht. Sie wurden ausgeblendet. Auch das lässt Rückschlüsse auf die aktuelle Börsenstimmung zu. Die Zahlen lauteten wie folgt:

Rohöl: +3,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,0 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -1,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. -3,9 Mio. Barrel (API)
Benzin: +3,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 5,7 (DOE) bzw. ein Abbau von 4,3 (API) Mio. Barrel. Die Importe sind geringer als in der Vorwoche und höher als vor einem Jahr. Die Raffinerieverfügbarkeit ist abermals gesunken. Sie beträgt nur noch 85 Prozent. Das ist ohne Zweifel ein bullisches Element. Die USA verabschieden sich immer weiter von der Fähigkeit zur Eigenversorgung. Man kann das auch als normale Entwicklung einer reifen Industriegesellschaft auffassen.

Die gesunkene Heizölbevorratung ist unkritisch. In einem Langzeitchart erkennt man, dass diese noch überdurchschnittlich hoch ist.

Die Vorräte, wie viele andere Einflussfaktoren auch, spielen derzeit eine Nebenrolle für die Preisbildung. Sie wird wesentlich von den Konjunkturaussichten für die USA bestimmt. Heute Morgen geben die Preise nach. Die Tonne Gasöl kostet 808,00 $.

Unsere Heizölpreise folgten zuletzt dem Preisanstieg am Weltmarkt. Der kann noch als Gegenreaktion auf den vorausgegangenen Preisrückgang angesehen werden. Seit heute Nacht sind die Zeichen für einen Fortgang des Preisrückgangs wieder freundlicher geworden. Wenn die Börsenstimmung nach der gestrigen Zinsentscheidung so bleibt, wird Heizöl in den nächsten Tagen wieder billiger. Aber Vorsicht, Stimmungen sind in diesen Zeiten extrem wechselhaft.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 186043
 3281

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „esyoil-Heizöl-News: HEIZÖL: Börse jagt die FED“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von esyoil GmbH

esyoil-Heizöl-News - HEIZÖL - Rallye nimmt Auszeit
esyoil-Heizöl-News - HEIZÖL - Rallye nimmt Auszeit
Preisbewegung nur scheinbar ruhig. Die Seitwärtsbewegung der Preise setzt sich nach Veröffentlichung der US-Bestandsdaten fort. Oberflächlich betrachtet herrscht Ruhe an der Preisfront. Die Tagesbewegungen schwanken allerdings erheblich. Allem Anschein nach warten die Akteure auf ein Signal, um den Preisen neuen Schwung zu geben. Dabei ist aktuell sowohl eine deutliche Aufwärts- als auch eine Abwärtsbewegung denkbar. Der Dollar durchläuft bereits länger als der Ölpreis eine Seitwärtsphase. Momentan befindet er sich auf der fallenden Flanke d…
esyoil-Heizöl-News - HEIZÖL - IEA gießt Öl ins Preisfeuer
esyoil-Heizöl-News - HEIZÖL - IEA gießt Öl ins Preisfeuer
Kommunikation zwischen Pest und Cholera. 12. Juni 2008 Die US-Bestände haben sich zur Vorwoche kaum verändert. Die Rohölbestände sind gesunken. Letzteres wirkt im aktuellen Börsengeschehen preistreibend. Es lässt aber Interpretationsspielraum für eine gegenteilige Reaktion. Denn nach wie vor ist nicht geklärt, ob die US-Rohölbestände niedrig sind, weil das Angebot zu gering ist oder weil die Nachfrage wegen der Rezessionssorgen nachgibt. An der Börse handelt man das zukünftige Angebot. Und das wird niedriger sein, als Verbrauchern lieb ist. …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Heizöl-Marktbericht: Heizöl steigt kräftigBild: Heizöl-Marktbericht: Heizöl steigt kräftig
Heizöl-Marktbericht: Heizöl steigt kräftig
… Vorfeld der durch das Department of Energy am gestrigen Nachmittag veröffentlichten Daten zu den US-Öllagerbeständen hatten Analysten einen leichten Aufbau der Bestände, vor allem bei Heizöl und Diesel, erwartet. Doch diese fielen um rund 800.000 Barrel und somit in einer ähnlichen Größenordnung wie die Rohölvorräte. Eigentlich wurden die Erwartungen des …
Bild: Heizölpreise fallen in der 50.Kalenderwoche 2006 auf tiefsten Stand in diesem JahrBild: Heizölpreise fallen in der 50.Kalenderwoche 2006 auf tiefsten Stand in diesem Jahr
Heizölpreise fallen in der 50.Kalenderwoche 2006 auf tiefsten Stand in diesem Jahr
Für die 50.Kalenderwoche 2006 kann folgende konkrete Bewertung für die einzelnen Bereiche vorgenommen werden: 1.Auf Basis aktueller Preisermittlungen des Heizölportals www.brennstoffhandel.de ist der Heizölpreis für eine 3.000 Liter-Partiegröße für Heizöl der Sorte "Standardqualität“ in der 50. Kalenderwoche 2006 gegenüber der Vorwoche um 0,75 €/100 …
Bild: Heizölpreis News vom 29. April - Aufwärtstrend setzt vorerst ausBild: Heizölpreis News vom 29. April - Aufwärtstrend setzt vorerst aus
Heizölpreis News vom 29. April - Aufwärtstrend setzt vorerst aus
… und die US-Öldaten, von denen die Bestandsveränderungen im Mittel wie folgt erwartet werden: Rohöl: +1.0; Mitteldestillate: +0.2; Benzin: -0.5 Millionen Barrel. Auf die Heizöl-Tagespreiserfassung hatte diese Entwicklung heute noch keinen Einfluss. Der seit Tagen anhaltende Aufwärtstrend stabilisierte sich und in der täglichen Erfassung der Heizölpreise …
Bild: Heizöl-Preis - Tageskommentar: Heizöl 0,4% günstigerBild: Heizöl-Preis - Tageskommentar: Heizöl 0,4% günstiger
Heizöl-Preis - Tageskommentar: Heizöl 0,4% günstiger
Heizölpreise: Zum heutigen Mittagshandel liegen die Preise für Heizöl bei - wenn man mit gestern Abend vergleicht - weicheren 87,18 € pro 100 Liter. Die Differenz des durchschnittlichen Heizölpreises für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern auf Ebene BRD beträgt absolut 0,32 Euro pro 100 Liter. Regionale Abweichungen …
Bild: Heizölpreis - Aufwärtstrend seit Mitte MärzBild: Heizölpreis - Aufwärtstrend seit Mitte März
Heizölpreis - Aufwärtstrend seit Mitte März
… in der Preisentwicklung bei kleineren Anpassungen etwas nach oben. Dabei fiel der Anstieg zum Vortag um rund 10 Cent pro 100 Liter beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL verhältnismäßig gering aus. Somit liegen die Bezugskosten im August zwar weiterhin auf einem für 2009 vergleichsweise höheren Niveau, aber im Vergleich zum vergangenen Jahr sind …
Bild: 17. März - Heizöl noch stabil - Rohölmärkte brechen leicht einBild: 17. März - Heizöl noch stabil - Rohölmärkte brechen leicht ein
17. März - Heizöl noch stabil - Rohölmärkte brechen leicht ein
LEIPZIG (Ceto). –An diesem Montag zeigten sich die Bezugskosten für Heizöl in Deutschland nach dem steilen Anstieg in der Vorwoche eher beständig. In der täglichen Erhebung der Redaktion BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau bewegten sich die Preise bei einem kleinen Minus von 0,06 Euro damit seitwärts und liegen weiterhin weit über der Marke von …
BRENNSTOFFSPIEGEL: Rohölpreis rutscht unter die 80-Dollar-Marke
BRENNSTOFFSPIEGEL: Rohölpreis rutscht unter die 80-Dollar-Marke
… aus. Sie erhöhte ihre Verbrauchsprognose für die USA und den Rest der Welt. Die Leitzins-Politik der Fed stützte unterdessen den Dollar, der im Vergleich mit dem Euro an Boden gut machte. Preisrückgänge beim Rohöl werden sich dadurch kaum bei den hiesigen Heizöl-Verbrauchern durchschlagen: Die Preise hierzulande dürften heute nahezu unverändert bleiben.
Bild: Heizöl-Preise vom 01.11.07 werden präsentiert von: Getoil.deBild: Heizöl-Preise vom 01.11.07 werden präsentiert von: Getoil.de
Heizöl-Preise vom 01.11.07 werden präsentiert von: Getoil.de
… Analysten Schätzungen zufolge mit einen Abbau von ca. 0,4 Mio. Barrel erwartet. Marktteilnehmer richteten aufgrund der zunehmend kälteren Jahreszeit ihren Fokus besonders auf die Heizöl-Lagerbestände, da hier eine Angebotsverknappung zu befürchten ist. Wie das DoE mitteilte, sind die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl deutlich …
Aktien: DAX bald bei 10.000 Punkten?
Aktien: DAX bald bei 10.000 Punkten?
… null belassen werde. Geht die Rally weiter? Kursziele von 10.000 Punkten werden nun herumgereicht. Ist dies wirklich realistisch? Geht die Rally weiter? Wie wird der Börsen-Herbst? In der aktuellen Ausgabe des Gratis-Börsenmagazins FINANZEN & BÖRSE gibt es Antworten auf diese Fragen. Zudem erhalten Anleger in der aktuellen Ausgabe Einschätzungen …
Bild: BRENNSTOFFSPIEGEL: Heizöl am 8. Tag in Folge teurerBild: BRENNSTOFFSPIEGEL: Heizöl am 8. Tag in Folge teurer
BRENNSTOFFSPIEGEL: Heizöl am 8. Tag in Folge teurer
LEIPZIG. (Ceto) Heizölverbraucher in Deutschland mussten auch heute wieder mit deutlichen Aufschlägen rechnen. Der Grund für die hierzulande immer weiter steigenden Preise liegt vor allem in den USA. Hier verringern sich Rohölbestände, die Nachfrage zieht durch eine leicht gebesserte wirtschaftliche Lage ebenso an wie durch die inflationäre Politik der …
Sie lesen gerade: esyoil-Heizöl-News: HEIZÖL: Börse jagt die FED