(openPR) Programmhöhepunkt ist Welt-Erstaufführung von „Acis und Galatea“ in Mendelssohn-Bearbeitung
Die 88. Internationalen Händel-Festspiele Göttingen stellen in diesem Jahr unter dem Motto „Orpheus Britannicus“ die Werke Händels in Beziehung zur englischen Musiktradition und -kultur vor. Festspiel-Oper des Jahres ist „Orlando“, eine der originellsten Londoner Opern Händels, die sich durch großen musikalischen Erfindungsreichtum und ein ebenso tragisches sowie fantasievolles Libretto auszeichnet. Mit „Samson“ und „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ stehen die beiden Oratorien Händels auf dem Festspielprogramm, deren Libretti auf Texten des bedeutenden englischen Dichters John Milton basieren.
In einer modernen Welterstaufführung ist am 13. Mai 2008 in Göttingen die Masque „Acis und Galatea“ in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören. Für die konzertante Erstaufführung wurden u. a. Christoph Prégardien (Acis) und Julia Kleiter (Galatea) gewonnen. Dazu Nicholas McGegan, Künstlerischer Leiter des Festivals: „Mit dieser Erstaufführung der Mendelssohn-Bearbeitung von Händels „Acis und Galatea“ ist ein ganz besonderer Schatz bei den Festspielen zu entdecken.“ Das Aufführungsmaterial wurde auf Grundlage eines überlieferten Text-Autographs und englischen Verlagsmaterials aus dem 19. Jahrhundert erstellt. In Kooperation mit dem in Stuttgart ansässigen Carus-Verlag wird es nach der Göttinger Erstaufführung weltweit erhältlich sein. Felix Mendelssohn Bartholdy leitete die Händel-Renaissance im 19. Jahrhundert wesentlich mit ein. Seine Bearbeitung von „Acis und Galatea“ geht musikalisch in vielen Punkten über die bekannte Mozart-Fassung hinaus und ist die bedeutende Entdeckung des Händel-Mendelssohn-Gedenkjahres 2009.
Das FestspielOrchester Göttingen präsentiert sich auch im zweiten Jahr nach seiner Gründung als brillanter Klangkörper und wird 2008 in Göttingen und bei Gastspielen in Kassel, Hannover, Dresden sowie bei den Händel-Festspielen in Halle zu hören sein. Für die diesjährigen Festspiele konnte Nicholas McGegan außerdem Künstler wie Dominique Labelle, William Towers, Diana Moore, Robin Blaze, Emma Kirkby, Michael Chance, den Cembalisten und Leiter der Schlossfestspiele Drottningholm Mark Tatlow, die Gambistin Hille Perl, den Harfenisten Andrew Laurence King, The London Handel Players unter der Leitung von Laurence Cummings, Künstlerischer Leiter des London Handel Festival, und den NDR Chor gewinnen.
Beim Projekt „Sing Along“ gehört die Bühne den Göttingern selbst: Nicholas McGegan studiert mit Laiensängern und dem Jugend-Symphonie-Orchester Göttingen Werke von Georg Friedrich Händel ein.
Im Rahmenprogramm locken Open-Air Konzerte und Einführungsvorträge, Musikfilme und Nachtmusiken sowie thematisch geprägte Stadtführungen ein jüngeres Publikum zu einem ersten Kontakt mit Klassischer Musik. In Kooperation mit örtlichen Kulturinstitutionen und der regionalen Wirtschaft finden einige Konzerte in der Region um Göttingen, im Welfenschloss Hann.-Münden, dem Muthaus in Hardegsen, der Burg Adelebsen sowie im Ursulinenkloster in Duderstadt statt.
Die neu gegründete Festspiel-GmbH hat am 9.1.2008 einen 5-Jahres Zuschussvertrag mit den wesentlichen öffentlichen Zuschussgebern abgeschlossen. „Wir freuen uns über die breite Unterstützung der Stadt, der Region und des Landes Niedersachsen“, so der geschäftsführende Intendant der Festspiele, Dr. Benedikt Poensgen. Die Festspiele 2008 werden weiterhin von dem Hauptsponsor, der Sparkasse Göttingen, sowie von zahlreichen Unternehmen, u. a. der VGH Versicherungen, der Sartorius AG, Fortis und e.on|Mitte unterstützt. „Dieses Zusammenspiel verschiedener Kräfte hat die Festspiele, besonders in Hinblick auf das Händel-Jahr 2009, einen großen Schritt nach vorne gebracht.“
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen schreiben seit 1920 Musikgeschichte. Als das weltweit älteste Festival für Alte Musik lösten sie Anfang des vorigen Jahrhunderts mit Aufführungen der Händel-Opern „Rodelinde“, „Julius Caesar“ und „Xerxes“ eine Bewegung aus, die als „Göttinger Händel-Renaissance“ in die Musikgeschichte eingegangen ist. Bis heute gehen von der niedersächsischen Stadt Impulse für die Wiederentdeckung des Händelschen Werkes aus.
Jedes Jahr überraschen die Händel-Festspiele und ihr Künstlerischer Leiter Nicholas McGegan mit musikalischen Entdeckungen, setzen renommierte Instrumentalisten und Sänger Maßstäbe in der Interpretation.
Weitere Informationen zu den Händel-Festspielen unter www.haendel-festspiele.de







