(openPR) Programmhöhepunkte: Die Festspiel-Oper „Admeto“ von Georg Friedrich Händel in der Inszenierung von Doris Dörrie sowie die Welterstaufführung des „Dettinger Te Deum“ in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy
Das Jahr 2009 steht im Zeichen von Georg Friedrich Händel, dessen Todestag sich zum 250. Mal jährt. Die 89. Internationale Händel-Festspiele Göttingen beleuchten im Händel-Jahr 2009 unter dem Motto „Faszination & Inspiration“ den Einfluss ihres Namengebers auf Komponisten des 19. Jahrhunderts. Dabei stehen besonders zwei weitere Jubilare des Jahres im Mittelpunkt: Joseph Haydn (200. Todestag) und Felix Mendelssohn Bartholdy (200. Geburtstag). Sowohl die Festspiel-Oper „Admeto“ von Georg Friedrich Händel als auch die Welt-Erstaufführung des „Dettinger Te Deum“ in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy sind unbestreitbare Höhepunkte der Festspiele 2009. Die Schirmherrschaft der diesjährigen Festspiele übernimmt Seine Königliche Hoheit The Prince of Wales und der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff. Patron der Opernproduktion „Admeto“ ist der Botschafter von Japan in der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Takahiro Shinyo.
Mit der Welterstaufführung von Händels „Dettinger Te Deum“ (HWV 283) in der Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdy zeigen sich die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen erneut als wahrer Entdecker: Händel komponierte das Werk 1743 anlässlich der Siegesfeier des österreichisch-britischen Militärs über die französischen Truppen in der Schlacht bei Dettingen. 1828 bearbeitete Felix Mendelssohn Bartholdy dieses Werk für die Berliner Singakademie und schloss damit direkt an seine Version der Masque „Acis und Galatea“ an, die 2008 bei den Händel-Festspielen Göttingen zur modernen Welterstaufführung kam. Dabei fügte Mendelssohn, dem Geschmack des 19. Jahrhunderts entsprechend, verschiedene Blasinstrumente hinzu und erzielte damit einen enorm farbigen Orchesterklang. Darüber hinaus erklingen im gleichen Konzert, anlässlich des zweiten Jubilars Joseph Haydn, seine spät entstandene Symphonie Nr. 103 sowie sein heute selten gespieltes Madrigal „The Storm“. Cherubinis Krönungsmesse „Chant su la mort de Joseph Haydn“ rundet das facettenreiche Programm ab. Als Solisten gastieren die kanadische Sopranistin Dominique Labelle, Colin Ainsworth (Tenor), der amerikanische Tenor Thomas Cooley sowie William Berger (Bass), der auch in der Oper „Admeto“ zu hören sein wird. Die Produktion wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Sparkassen-Finanzgruppe mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Göttingen, der VGH und der NORD/LB, sowie durch die Kulturstiftung des Bundes.
Die Festspiel-Oper „Admeto, re di Tessaglia“ feiert am 26. Mai 2009 Premiere. Als Regisseurin konnte die auch als Schriftstellerin bekannte Filmemacherin Doris Dörrie gewonnen werden, die zuletzt für ihren Film „Hanami – Kirschblüten“ u.a. mit dem Bayerischen Filmpreis und dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet wurde. „Admeto“ ist in der Blütezeit der Royal Academy of Music entstanden und übertraf in der Saison 1726/27 mit neunzehn folgenden Aufführungen jede andere Händel-Oper. Am Pult des FestspielOrchester Göttingen steht Nicholas McGegan, Künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele. Die Titelpartie übernimmt der international renommierte englische Countertenor Tim Mead, der in Göttingen 2007 im Oratorium „Solomon“ zu hören war.
Mit der Ode „Alexander’s Feast” (HWV 75) und dem Oratorium „Israel in Egypt” (HWV 54) schaffen die Händel-Festspiele Göttingen 2009 einen Vergleich zwischen zwei thematisch unterschiedlichen und dennoch verwandten Kompositionen Händels. Trotz des nicht-biblischen Themas nähert sich Händel mit „Alexander`s Feast“ dem englischen Oratorium an. Dazu verwendet er typisch oratorische Elemente wie den steten Wechsel generalbassbegleiteter Rezitative, Accompagnati und Arien. „Israel in Egypt” bietet hingegen den biblischen Hintergrund für das typisch englische Oratorium. Besonders illustrativ ist die Darstellung der biblischen Schilderung der Plagen im zweiten Teil.
Mit ungewöhnlichen Projekten sorgt das Rahmenprogramm bei der breiten Öffentlichkeit für Annerkennung. Erstmals werden zudem Spielstätten wie das Junge Theater, das APEX und der Nörgelbuff in das Festspielprogramm einbezogen. Durch neuartige Programmformate wie „Händel Jazzt!“ oder ein Konzert mit Musik und Tanz öffnen sich die Festspiele einem jungen Publikum. Unter dem Motto „Händel 4 Kids!“ wurden Konzertbetreuung und Musik-Workshops für Kinder zusammengestellt.
Partner der Festspiele im Händel-Jahr 2009 ist die Sparkassen-Finanzgruppe mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Göttingen, der VGH und der NORD/LB. Erstmals werden die Festspiele auch durch eine Förderung der Kulturstiftung des Bundes unterstützt. Als neuer Hauptsponsor konnte e.on|Mitte für die Festspiele gewonnen werden. Die öffentlichen Zuschussgeber, das Land Niedersachsen, die Stadt Göttingen sowie der Landkreis Göttingen fördern die im Jahr 2008 gegründete Festspiel-GmbH im Rahmen eines 5-Jahres Zuschussvertrages. Darüber hinaus werden die Festspiele durch die Stiftung Niedersachsen und die Klosterkammer Hannover ebenso gefördert wie von der NDR Musikförderung sowie durch zahlreiche Unternehmen aus der Region Südniedersachsen.
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen schreiben seit 1920 Musikgeschichte. Als das weltweit älteste Festival für Alte Musik lösten sie Anfang des 20. Jahrhunderts mit Aufführungen der Händel-Opern „Rodelinde“, „Julius Caesar“ und „Xerxes“ eine Bewegung aus, die als „Göttinger Händel-Renaissance“ in die Musikgeschichte eingegangen ist. Jedes Jahr überraschen die Händel-Festspiele und ihr Künstlerischer Leiter Nicholas McGegan mit musikalischen Entdeckungen, setzen renommierte Instrumentalisten und Sänger Maßstäbe in der Interpretation. In Annerkennung seines Erfolgs wurde der Vertrag von Nicholas McGegan noch einmal um drei Jahre bis 2011 verlängert.
Weitere Informationen zu den Händel-Festspielen unter www.haendel-festspiele.de
Beginn Kartenvorverkauf:
Ab 26. Januar 2009 über das Büro der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und www.haendel-festspiele.de.
Ab dem 9. Februar bei allen an Ticket Online angeschlossenen Vorverkaufsstellen oder online über www.haendel-festspiele.de und www.ticketonline.de
Telefonisch unter 01805 - 44 70 111 (EUR 0,14/Min)






