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esyoil-Heizöl-News: Crashwelle an den Börsen erfasst auch Öl

28.01.200816:53 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Lüneburg 22. Januar 2008 - Der Ölmarkt hat zur Zeit einige bullische Impulse zu bieten, tiefe Temperaturen in den USA, rückläufige Förderung, hohes Nachfragewachstum in China sowie verschiedene geopolitische Unruheherde. Doch all das wird durch die Angst vor einer Rezession in den USA in den Schatten gestellt. Gestern gab es in New York feiertagsbedingt keinen Parketthandel. Normalerweise dienen solche Tage zur Beruhigung der Preisbewegung. Das galt gestern nicht. Weltweit wurden die Aktienmärkte von einer Panikwelle erfasst. Die Ölpreise blieben nicht verschont. Sie sanken spürbar auf unter 90 Dollar pro Barrel. Der kurzfristige Abwärtstrend wird dadurch beschleunigt. Der Dollar legte kräftig zu. Auf die Währung wurde lange bärisch spekuliert. Die Panik an den Märkten führte gestern zu einem Ausbau der Gegenreaktion.



Das Sofortprogramm von George W. Bush zur Stabilisierung der US-Wirtschaft verfehlt bisher seinen Effekt. Die Auswirkungen der Hypothekenkrise sind stärker. Und sie sind nach Einschätzung berufener Kreise lange noch nicht ausgestanden. Die Finanzmärkte leiden so stark darunter, dass man eine Rückwirkung auf die reale Weltwirtschaft nicht mehr ausschließt. Das wird, so die aufgeputschte Meinung, mindestens in den USA und möglicherweise weltweit zu einem Nachfragerückgang nach Öl führen. Kühle Analytiker sehen die Weltwirtschaft und die Weltölnachfrage keineswegs gedrosselt. Sollte letzteres zutreffen, wird sich der Ölpreis nach dem Ausleben der Panik wieder nach oben bewegen. Es gibt mindestens ein wichtiges Faktum, das das nahe legt.

Produzenten haben derzeit große Mühe den natürlichen Rückgang der Förderung durch neue Quellen zu kompensieren. Der Ergiebigkeitsrückgang alter Förderstätten beträgt je nach Schätzung zwischen vier und sechs Mio. Barrel pro Tag. Um diesen aufzufangen müssen also mindestens vier Mio. Barrel pro Tag an neuer Förderung Jahr für Jahr ans Netz gehen. Das Nachfragewachstum beträgt ein bis zwei Prozent. Die IEA (Internationale Energie Agentur) gibt es für 2008 mit 2,3 Prozent an. Bei einem Tagesbedarf von 85 Mio. Barrel kommen somit ein bis zwei Mio. Barrel hinzu. Neue Quellen mit einer Ergiebigkeit von mindestens fünf Mio. Barrel pro Tag sind eine größere Menge als der Iran als viert größter Produzent der Erde liefern kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass jedes Jahr die Kapazität eines Irans neu erschlossen wird, scheint sehr überzogen zu sein. Daher wird das Angebot immer knapper werden.

Über die maximale Höhe der möglichen Produktion gibt es unterschiedliche Aussagen. Während diese vor nicht all zu langer Zeit noch bei 130 Mio. Barrel pro Tag und mehr lag, wird sie mittlerweile von Optimisten wie den Bostoner Cambridge Energy Research Associates für das Jahr 2017 mit 112 Mio. Barrel pro Tag angegeben. Ölgesellschaften wie die französische Total sehen das Ende der Steigerung bei knapp über 100 Mio. Barrel pro Tag gekommen. Das wäre ein Plus von 18 Prozent gegenüber heute. Es ließe bis zum Ende der Steigerbarkeit einen noch elf Jahr währenden Nachfragezuwachs von 1,5 Prozent zu. Dass das mögliche ultimative Plus bei den Ölquellen in so kurzer Zeit erreicht werden kann, ist wiederum zweifelhaft.

Derartig kritische Gedanken versucht Saudi Arabien mit der Nennung der freien Kapazitäten zu zerstreuen. Diese werden aktuell mit 1,8 Mio. Barrel pro Tag angegeben und seien kurzfristig auf 2,5 Mio. Barrel ausbaubar. Das Problem dieses Angebots ist nur, dass es momentan niemand annehmen kann. Das Öl ist zu sauer. Es gibt keine Raffinerien dafür.

Die Quintessenz der aktuellen Lage lautet wie folgt: Die Preise werden bedingt durch die Angst vor einem Wirtschaftsabschwung in den USA solange weiter fallen, bis die Panik ausgelebt ist. Dabei werden wesentliche Einflussfaktoren wie das Wetter während des Winters bedeutungslos. Wenn die Börsenpsychologie eines Tages wieder rationales Denken zulässt, wird der Ölpreis erneut steigen und neue Höchststände erreichen. Denn es wird langfristig auf eine Verknappung des Angebots hinauslaufen. Das prophezeit u.a. die IEA. Sie sieht ernste Auswirkungen ab dem Jahr 2012 voraus.

Heute Morgen geht der Absturz weiter. Gasöl nähert sich bereits 750 Dollar pro Tonne. Der Startpreis des Tages lag noch bei 774,50 $.

Unsere Heizölpreise fallen. Es geht allerdings nicht sehr rasant abwärts, weil der steigende Dollar eine Gegenposition zum fallenden Ölpreis darstellt. Unser erstes Ziel des Preisrückgangs, das Niveau von Anfang Dezember, ist so gut wie erreicht. Nach aktueller Lager der Dinge sieht es gut für weitere Tiefstände aus, denn es herrscht Ausverkaufsstimmung an den Börsen. Vorsicht, diese kann plötzlich enden und in einen heftigen Gegenkurs übergehen.

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