(openPR) Die wenigsten jugendlichen Arbeitslosen sind oder werden Intensivtäter. Aber es muss immer wieder einer von denen einen Rentner halb oder ganz totschlagen, bevor das Problem der hoffnungslosen Jugendlichen im öffentlichen Bewusstsein wieder mal kurz aufflackert. Wenn dann die Politiker härtere Strafen und die Wissenschaftler mehr Vorbeugemassnahmen gefordert haben, wird zur Tagesordnung übergegangen. Der Staat als Adressat der empörten Forderungen bleibt zwar nicht untätig aber tut sich schwer mit seinen Sozialdiensten schnell und wirksam genug zu handeln.
Leider ist ganz unbekannt, dass es einige wenige unter uns Bürgern gibt, die etwas von ihrer Zeit opfern, um den Staat nicht ganz allein mit dem Problem zu lassen. Sie sind mehr als ‚Aktivisten’, über die man mit einem Lächeln die Achseln zuckt. Sie zeigen den Weg zur partizipativen Demokratie der Zukunft.
In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der lokalen Vermittlungen von ehrenamtlichen Jobpaten von Null auf 150 gestiegen. Auf unserer Datenbank www.aktivpatenschaften.de sind sie unter der Kategorie ‚Job’ aufgeführt. Eine Vermittlung betreut im Durchschnitt 10 Jobpaten mit den dazugehörigen 10 Jugendlichen. Wenn der Jugendliche noch die Hauptschule besucht, versucht der Jobpate ihm zu helfen, den Quali zu schaffen und mit ihm dann einen Job oder einen Ausbildungsplatz zu finden. Wenn der Jugendliche schon arbeitslos ist, konzentrieren sich beide gleich darauf, ein realistisches Berufsziel zu entwickeln, auf Stelleangebote studieren, auf Bewerbung schreiben und auf Vorstellungsgespräche üben. Die Erfolgsrate liegt gewöhnlich über 50%.
Beide freuen sich über den Erfolg, nicht zuletzt auch der Rentner, wenn er wüsste, dass ihm vielleicht auf diese Weise eine böse Überraschung erspart geblieben ist.










