(openPR) Die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung ruft zur allgemeinen Gegenoffensive auf. Das Lebensende dürfe nicht allein dem Schicksal oder der Sterbehilfe überlassen werden. „Palliative Care ist keine Sterbehilfe. Ganz im Gegenteil. Palliative Care will vermeiden, dass als letzter Ausweg und drohendem Verlust der Selbstbestimmung nur noch die „Selbstentsorgung“ bleibt“, so Steffen Eychmüller, Co-Präsident palliative ch und Leitender Arzt der Palliativstation am Kantonsspital St. Gallen.
Quelle: >>> http://www.palliative.ch/uni_pdf/prm_de20071218.pdf
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Erkennbar in dem Bemühen, dem Geschäftsgebaren der Sterbehilfe-Organisation Dignitas eine neue Strategie entgegenzusetzen, plädiert die Schweizerische Gesellschaft für Palliative Medizin, Pflege und Begleitung für „swiss end of life care“ als einen neuen Qualitätsstandard. Dies dürfte bei den deutschen Kollegen auf Wohlgefallen stoßen, erklären doch gerade die bundesdeutschen Palliativmediziner den ärztlich begleiteten freiverantwortlichen Suizid als ein „unmoralisches Angebot“, welcher aber im Kern nicht allzu unmoralisch ist! Lediglich eine moralisierende Betrachtungsweise eröffnet ein solches Votum, insbesondere wenn es manchen Palliativmediziner ganz aktuell auch darum gehen dürfte, den „Sterbewillen“ in einen „Lebenswillen“ zu ändern. Dies erscheint ohne einen gewissen moralischen Druck kaum leistbar und hier bahnt sich über die Grenzen Deutschlands hinweg eine Koalition der palliativmedizinischen Grundwerte anzubahnen, die gleichsam „höhere sittliche Werte“ revitalisieren, um dem Selbstbestimmungsrecht ethische Schranken ziehen zu können. Keine gute Aussichten für das Jahr 2008, in dem der bundesdeutsche Gesetzgeber vor hat, die Rechtsfragen rund um ein Patientenverfügungs-Gesetz zu regeln.






