direct/ FAZ: Köhler rügt ungleiche Bildungschancen
(openPR) "Aufstiegschancen wichtiger als die Frage, wer wie viel verdient"
Bundespräsident Horst Köhler hat die Ungleichheit der Bildungschancen in Deutschland als "unakzeptabel" gerügt. Köhler sagte in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagausgabe): "Gleiche Bildungschancen sind die wichtigste Form sozialer Gerechtigkeit. Hier hapert es in Deutschland, und alle wissen es. Die Durchlässigkeit unseres Bildungssystems und damit auch unseres Sozialsystems hat abgenommen. Arbeiterkinder haben es um ein Vielfaches schwerer, aufs Gymnasium und später auf die Universität zu kommen. Noch schlechter steht es um die Kinder von Zugewanderten. Das ist ein unakzeptabler Zustand. Die Vitalität und Stabilität der Demokratie - auch der Wirtschaft - hängt letztlich eminent von der Durchlässigkeit der Gesellschaft ab." Köhler äußerte: "Aufsteigen zu können, ist viel wichtiger als die Frage, wer wie viel verdient." Die Gesellschaft wird nicht durch Nivellierung der Einkommen, sondern durch Chancengerechtigkeit zusammengehalten."
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